NR. 10/26 | 14.10.26
Auf einen Schoppen mit Mark Rohde, Mozart und Tschaikowsky

DAS KONZERT ENDET, DER ABEND NOCH NICHT – KLASSIK SCHOPPEN AM 31. OKTOBER

Musik verbindet. Jung und Alt, Orchester und Publikum. Das möchte das Mainfranken Theater mit dem Klassik Schoppen ganz praktisch möglich machen. Am 31. Oktober um 18:00 Uhr findet das besondere Konzertformat zum ersten Mal im Kleinen Haus statt und lädt Musikbegeisterte aller Generationen im Anschluss ein, mit Generalmusikdirektor Mark Rohde und dem Orchester zu verweilen und ins Gespräch zu kommen.
Präsentiert wird ein kurzweiliges Konzert mit Mozarts Sinfonie Nr. 40 und Tschaikowskys Serenade für Streicher. Die beiden Stücke sind die perfekte Einstimmung für einen netten herbstlichen Abend in bester Gesellschaft – und wer will, gerne auch mit einem Schoppen! Die Bar im Foyer hat geöffnet, und die Musiker:innen des Philharmonischen Orchesters Würzburg sowie Generalmusikdirektor Mark Rohde freuen sich darauf, in gemütlicher Atmosphäre ins Gespräch zu kommen.
Ein wunderbarer Termin zum Beginn der kalten Jahreszeit. Im Mainfranken Theater lässt sich in guter Gesellschaft das Wochenende genießen.

Musikalische Leitung: Mark Rohde

Besetzung: Philharmonisches Orchester Würzburg

Termine: 31. Oktober 2026 | 18:00 Uhr

Veranstaltungsort: Kleines Haus

NR. 09/26 | 13.10.26
New York Trip mit Händel und eine Reise in die Geschichte – 1. Kammerkonzert und 2. Sinfoniekonzert

KLANGVOLL DURCH DEN HERBST MIT DEM PHILHARMONISCHEN ORCHESTER WÜRZBURG

Am Mainfranken Theater Würzburg stehen die nächsten Konzert-Highlights an. Am 18. Oktober um 11:00 Uhr präsentiert das 1. Kammerkonzert unter dem Thema „Händel in Harlem“ kosmopolitische Kammermusik, in der der barocke Komponist Georg Friedrich Händel in moderner Bearbeitung in den Sound der Metropole New York versetzt wird. Im 2. Sinfoniekonzert treffen am 22. und 23. Oktober Schumanns Violinkonzert und Hindemiths Symphonie Mathis der Maler, verbunden durch ihre Geschichte, aufeinander und laden zu einer Auseinandersetzung von Musik mit Politik, Geschichte und Gesellschaft ein.
1. Kammerkonzert
Händel in Harlem

Intime Kammermusik mit Blick über den Tellerrand. In der 1. Kammermusik-Matinee der Saison trifft Barock auf den vibrierenden Klangkosmos New Yorks. Das Programm zeigt die Musik des Barockmeisters Georg Friedrich Händel durch moderne Bearbeitungen in einem völlig neuen Licht. Der in New York lebende Komponist und Saxophonist Daniel Schnyder verknüpft hier auf einzigartige Weise die barocke Triosonate mit Jazz-Idiomen, Gospel-Einflüssen und modernen Rhythmen. Ein Konzert, das den Blick über musikalische Grenzen hinauswagt.

Besetzung:
Violine: Tomáš Hájek
Klarinette: Denis Fortunat
Bassposaune: Patrick Flassig
Klavier: Filip Martinka

Termin: 18. Oktober 2026 | 11:00 Uhr

Veranstaltungsort: Kleines Haus


2. Sinfoniekonzert
Schumann | Hindemith

Im zweiten Sinfoniekonzert der Spielzeit stehen zwei Werke auf dem Programm, die zeigen, wie eng musikalisches Schaffen mit politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen verbunden sein kann.
Die Wahl des mittelalterlichen Malers Matthias Grünewald hatte für Paul Hindemith offensichtlich persönliche Bezüge, als er sich 1933 mit der Arbeit an seiner Oper Mathis der Maler befasste. So setzte sich Hindemith zeitlebens mit Fragen nach Kunst und Kunstverständnis auseinander und sah sich wie Grünewald durch sein politisches Umfeld in seiner schöpferischen Freiheit bedroht. Mit packender Intensität schildert Hindemith den verzweifelten Kampf des Individuums gegen die inneren Abgründe. Die parallel zum Bühnenwerk entstandene Sinfonie stellt drei Bilder am Isenheimer Altar von Grünewald ins Zentrum des musikalischen Geschehens. Die kritische Auseinandersetzung mit dem politischen Umfeld und Personen wie Grünewald, der die Kunst aufgab, um sich mit dem Freiheitskampf der Bauern zu solidarisieren, brachte Hindemith Ärger ein und führte schließlich zu seiner Emigration.
Robert Schumann komponierte sein einziges Violinkonzert in einem kurzen, intensiven Schaffensrausch. Seine seelische Erkrankung warf einen immer dunkleren Schatten auf sein Leben. Nur ein Jahr nach Fertigstellung des Konzertes wurde er in eine Nervenanstalt eingewiesen. Erst 1937 kam das Werk – von den Nationalsozialisten für propagandistische Zwecke instrumentalisiert – zur Uraufführung. Was damals kaum jemand wusste: Es handelte sich um eine bearbeitete Version von Paul Hindemith. In diesem Konzert wird es wieder in der Originalversion Schumanns erklingen.

Violine: Stephen Waarts

Musikalische Leitung: Mark Rohde

Besetzung: Philharmonisches Orchester Würzburg

Termine: 22. & 23. Oktober 2026 | 20:00 Uhr | 19:15 Uhr Einführung

Veranstaltungsort: Großer Saal der Hochschule für Musik

Im Rahmen eines Schulkonzertes am 22. Oktober um 10:00 Uhr im Großen Saal der Hochschule für Musik wird Hindemiths Sinfonie Mathis der Maler noch einmal genauer unter die Lupe genommen.

Weitere Informationen finden Sie online.
Tickets sind über den Online-Spielplan, telefonisch unter + 49 931 375-375, per Mail an karten@mainfrankentheater.de oder an der Theaterkasse im Theaterneubau erhältlich.
NR. 08/26 | 6.10.26
Schachpartie mit Zwischentönen – Alicia Geugelin inszeniert Verdi

MACHT, GIER, WAHNSINN: NABUCCO ERÖFFNET DIE OPERNSAISON AM MAINFRANKEN THEATER

Mit einer bildgewaltigen Inszenierung von Nabucco präsentiert das Mainfranken Theater Würzburg in der Theaterfabrik Blaue Halle am 17. Oktober 2026 die erste Musiktheater-Premiere der Spielzeit 2026/27. Regisseurin Alicia Geugelin versetzt das hochkarätige Solist:innenensemble und den übergroßen Chor in die Welt des Schachspiels – in einer schwarzweißen Szenerie entfesseln sich Größenwahn und Intrigen um Macht und Gier in einer Gleichzeitigkeit von Hass und Liebe zwischen den Charakteren.
Für seine dritte Oper wählte Verdi einen Stoff aus dem Alten Testament: Der babylonische König Nabucco, der Nebukadnezar der Bibel, hat das hebräische Volk besiegt und in seine Hauptstadt verschleppt. Seine jüngere Tochter Fenena, die den Hebräer Ismaele liebt, versucht zwischen den beiden Völkern zu vermitteln, wodurch sich das junge Paar aber den Unmut beider Seiten zuzieht. Als Nabucco sich siegestrunken selbst zum Gott erklärt, verfällt er dem Wahnsinn, und seine ältere Tochter Abigaille entmachtet ihn. In Kerkerhaft gewinnt er allmählich seinen Verstand wieder und sieht sein Unrecht ein; zurück an der Macht lässt er die Hebräer frei und huldigt ihrem Gott.

Für die Darstellung zweier Lager, die sich feindselig gegenüberstehen, ließ sich das Team aus Regisseurin Alicia Geugelin, deren Inszenierung Dollhouse an der Hamburger Staatsoper 2025 für den Theaterpreis „Der Faust“ nominiert war, Bühnenbildnerin Letycia Rossi und Kostümbildnerin Pia Preuß von der Welt des Schachs inspirieren, mit viel Raum für Assoziation und Phantasie. Was deutlich wird: Die Personen entziehen sich einer Darstellung in Schwarz-Weiß. Sie sind vielschichtiger, zerrissener, verfolgen ihre ganz eigenen, teils widersprüchlichen Ziele, unmissverständlich vermittelt durch die Musik dieser 1842 in Mailand uraufgeführten Oper, die für Giuseppe Verdi den Durchbruch bedeutete.

Für tragende Partien konnten hochkarätige Gäste ans Mainfranken Theater engagiert werden: Alejandro Marco-Buhrmester, der für die gesamte Spielzeit 2026/27 verpflichtet wurde, besetzt die Titelpartie. Die starken Frauenfiguren Abigaille und Fenena werden von Hulkar Sabirova und Ensemblemitglied Vero Miller verkörpert, und als Ismaele ist Iurie Ciobanu zu erleben. Darstellerisch und musikalisch für Nabucco essentiell: Der übergroße und wirkungsmächtige Chor, der die zwei Völker eindrucksvoll verbildlicht. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Generalmusikdirektor Mark Rohde, es spielt das Philharmonische Orchester Würzburg.

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Altersempfehlung ab 13 Jahren

Team
Musikalische Leitung: Mark Rohde
Inszenierung: Alicia Geugelin
Bühnenbild: Letycia Rossi
Kostümbild: Pia Preuß
Licht: Andreas Rehfeld
Video: Krzysztof Honowski, Ruth Stofer
Kamera: Laura Emma Hansen
Choreinstudierung: Pawel Serafin

Besetzung
Alejandro Marco-Buhrmester (Nabucco)
Iurie Ciobanu (Ismaele)
Hulkar Sabirova (Abigaille)
Vero Miller (Fenena)
Shavleg Armasi (Zaccaria)
Milena Arsovska (Anna)
Mathew Habib (Abdallo)
Benedikt Al Daimi (Gran Sacerdote)
Opernchor des Mainfranken Theaters Würzburg, Extrachor des Mainfranken Theaters Würzburg
Philharmonisches Orchester Würzburg

Premiere
17. Oktober 2026 | 19:30 Uhr | 18:50 Uhr Einführung

Ort
Theaterfabrik Blaue Halle

Die nächsten Termine
25. Oktober | 15:00 Uhr
1. November | 18:00 Uhr
8. November | 18:00 Uhr
15. November | 18:00 Uhr


Weitere Termine und Informationen finden Sie online.
Tickets sind über den Online-Spielplan, telefonisch unter + 49 931 375-375, per Mail an karten@mainfrankentheater.de oder an der Theaterkasse im Theaterneubau erhältlich.
NR. 07/26 | 5.10.26
Publikums-Hit "Kurzschluss" kommt nach Würzburg

HUMORVOLL UND FEINFÜHLIG: INTERAKTIVE KOMÖDIE „KURZSCHLUSS“ VON NOA LAZAR-KEINAN AB DEM 15. OKTOBER AM MAINFRANKEN THEATER

Ab dem 15. Oktober ist die erfolgreiche interaktive Komödie Kurzschluss der israelischen Theaterautorin Noa Lazar-Keinan am Mainfranken Theater Würzburg zu erleben. Mit zugleich großer Sensibilität, aber auch einer Prise Humor, setzt sich das Stück mit Neurodivergenz im Familienalltag auseinander. Das Stück begleitet das Paar Neta und David, bei deren Sohn eine Autismus-Diagnose im Raum steht. Personen im Publikum haben in kurzen improvisierten Szenen die Möglichkeit, Teil der Handlung zu werden.
Überfordernde Situationen im Familienalltag, die zu intensiven „Kurzschluss“-Momenten führen – fast jeder hat so etwas schon erlebt. Genau hier nimmt die Inszenierung Kurzschluss das Publikum mit in das trubelige Leben von Neta und David, einem modernen Paar, das gemeinsam zwei Kinder großzieht. Als bei ihrem Sohn Itamar Autismus diagnostiziert werden soll, stellt das ihre Beziehung vor neue Herausforderungen. Zwischen Sorgen, unterschiedlichen Vorstellungen und den Herausforderungen des Familienlebens müssen sie sich fragen, was ihr Sohn wirklich braucht und welche Bedürfnisse sie selbst eigentlich haben.

Mit großer Ernsthaftigkeit in den Themen und mit wunderbarem Humor in den Dialogen, erzählt das Stück von den berührenden und herausfordernden, witzigen und tiefgründigen Momenten der Familie. Das Publikum hat in einzelnen Momenten die Möglichkeit, leicht verständliche Regieanweisungen der Schauspieler:innen zu befolgen. Wer möchte, kann auf diese Weise für eine Szene in eine Nebenrolle schlüpfen und das Geschehen auf der Bühne aktiv mitgestalten.
Kurzschluss zeigt die Protagonist:innen unverstellt und greifbar in ihren Emotionen. Denn im Grunde genommen, sind sie eine ganz normale Familie. Und was ist denn überhaupt normal?

Das Stück ist eine Übernahme der deutschsprachigen Erstaufführung vom Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau. Hier entwickelte es sich zu einem riesigen Erfolg und begeisterte und berührte zwei Spielzeiten lang die Zuschauer:innen.

Noa Lazar-Keinan, 1977 in Israel geboren, ist Schauspielerin und Autorin sowie selbst Mutter eines Kindes mit Autismus. In ihren Werken schafft sie es auf beeindruckende Weise, in Ausnahmesituationen die Alltäglichkeit zu finden und herauszustellen.

Im Anschluss an jede Vorstellung wird es ein Nachgespräch geben.

Altersempfehlung ab 14 Jahren.


Team
Inszenierung: Friederike Drews
Bühnen- und Kostümbild: Ev Benzing
Dramaturgie: Malte Lutz, Tanja Milošević

Besetzung
Marc Schützenhofer
Katharina Stehr

Premiere
15. Oktober 2026 | 19:30

Ort
Probebühne, Theaterneubau, Theaterstraße 21

Die nächsten Termine
15. Oktober | 19:30 Uhr
18. Oktober | 18:00 Uhr
21. Oktober | 19:30 Uhr
28. Oktober | 19:30 Uhr

NR. 06/26 | 29.9.26
Exklusive Einblicke in entstehende Produktionen am Mainfranken Theater

PREMIERENHUNGER – VORPROGRAMM ZU DEN PREMIEREN AM MAINFRANKEN THEATER WÜRZBURG

Im Rahmen von PREMIERENHUNGER bietet das Mainfranken Theater Würzburg allen Neugierigen die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und eine Kostprobe entstehender Produktionen zu erhalten. Bereits diese Woche gibt es zwei kostenfreie Veranstaltungen. Am Donnerstag, 01. Oktober um 18:00 Uhr können Besucher:innen eine offene Probe zum Schauspiel Von drei Millionen drei besuchen. Außerdem gibt es am Sonntag, 04. Oktober um 11:00 Uhr eine Premierenmatinee zur Oper Nabucco.
Ob Premierenmatinee, offene Probe oder Hintergrundgespräch – PREMIERENHUNGER steht für einen exklusiven Einblick in den Entstehungsprozess einer Produktion am Mainfranken Theater Würzburg. An diesen Terminen ist das Mainfranken Theater offen für alle, die wissen wollen, wie der Weg zur fertigen Produktion verläuft. Die Besucher:innen können sich auf Begegnungen mit Regieteam, Ensemble und Gästen freuen, sowie auf erste Hör- und Seheindrücke der neuen Produktionen!


Die nächsten Termine:

Von drei Millionen drei - Offene Probe
Donnerstag, 01. Oktober 2026 | 18:00 | Kleines Haus

Nabucco - Premierenmatinee
Sonntag, 04. Oktober 2026 | 11:00 Uhr | Oberes Foyer

Résonances Chopin - Premierenmatinee
Sonntag, 25. Oktober 2026 | 11:00 Uhr | Probebühne

Der Orlow - Premierenmatinee
Sonntag, 22. November 2026 | 11:00 Uhr | Oberes Foyer
NR. 05/26 | 25.9.26
Uraufführung am 10. Oktober am Mainfranken Theater Würzburg

"Von drei Millionen drei“ – Inszenierung nach den Würzburg-Romanen von Leonhard Frank


Mit Von drei Millionen drei beginnt am Mainfranken Theater Würzburg am 10. Oktober im Kleinen Haus die neue Spielzeit mit einer Uraufführung. Ingo Putz, preisgekrönter Regisseur und neuer Schauspieldirektor am Haus, verwebt den Stoff der Würzburg-Romane des hiesigen Autors Leonhard Frank zu einer großen Erzählung. Die Stadt wird darin zum Spiegel der gesellschaftlichen Entwicklungen.
Im Zentrum steht der Roman Von drei Millionen drei, den Leonhard Frank 1932 veröffentlichte – der erste Arbeitslosenroman. Es ist die Geschichte dreier Freunde in Zeiten der Weltwirtschaftskrise, geprägt von Verarmung, Arbeitslosigkeit und sozialer Ungerechtigkeit. In Putz‘ Inszenierung überlagern sich die Erfahrungen der drei immer wieder mit den Auftritten von Kindern – den Protagonisten aus Die Räuberbande, Franks 1914 erschienenem Roman. Begleitet werden die Freunde außerdem von dem zugelaufenen Hund Hammelchen, verkörpert durch ein raffiniertes Figurentheater. Darsteller Leon Schamlott agiert hier neben seiner Rolle auch als Puppenspieler des „vierten Weggefährten“ und zeigt somit einen neuen Schwerpunkt im Schauspiel-Ensemble des Mainfranken Theaters.
Ingo Putz bringt Leonhard Franks Stimme gegen Krieg, Ausbeutung und soziale Missstände bildgewaltig auf die Bühne. Die Protagonisten inszeniert er – im wahrsten Sinne des Wortes – durchtränkt von Schwermut. Gemeinsam mit seiner Ausstatterin Marie Vecchio platziert er als visuelles Zentrum des Bühnenbilds ein großes Wasserbecken, welches viele Assoziationsräume eröffnet. Mal ist es Sinnbild für den Main, mal für den Vierröhrenbrunnen, oder auch für den Atlantik.

Während die Kinder in Die Räuberbande noch vom Ausbruch aus den engen und erdrückenden Verhältnissen ihrer Heimat träumten, sind der Schreiber, der Schneider und der Fabrikarbeiter überwältigt von Vernunft und Anpassung. Sie leben das festgefahrene Leben ihrer Väter weiter, gegen das sie einst rebellierten. Als sie Armut und Arbeitslosigkeit aus der Stadt treiben, gelingt es ihnen schließlich, ihren Kindheitstraum wahr zu machen und sich nach Südamerika durchzuschlagen. Dort werden sie in einen Umsturz verwickelt und müssen zurück nach Europa. Sie versuchen ihr Glück in Marseille, flüchten weiter nach Italien, landen im verarmten Berlin und finden sich schließlich in Würzburg wieder. Die Irrfahrt endet genau dort, wo sie startete.

Ingo Putz ist mit Beginn der Spielzeit 2026/27 Schauspieldirektor am Mainfranken Theater und folgte somit Intendant Dr. Daniel Morgenroth vom Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau nach Würzburg. Er wurde 2014 und 2024 erneut mit dem Hamburger Theaterpreis Rolf Mares ausgezeichnet sowie 2018 mit dem Monica Bleibtreu Preis. Seine Inszenierung Das beispielhafte Leben des Samuel W. wurde zu den Autor:innentheatertagen am Deutschen Theater in Berlin, dem Heidelberger Stückemarkt sowie den Mühlheimer Theatertagen eingeladen.

Leonhard Frank wird 1882 in armen Verhältnissen im Alten Mainviertel geboren und verbringt Kindheit und Jugend in Würzburg. Als Erwachsener geht er nach München zum Studium der Kunst, wegen seiner pazifistischen Haltung verbringt er den Ersten Weltkrieg im Schweizer Exil. 1933 muss er aufgrund der politischen Entwicklung in Deutschland zum zweiten Mal das Land verlassen, über verschiedene Stationen landet er 1940 in den USA und bleibt dort für zehn Jahre. Danach kehrt er zurück nach Deutschland und verbringt die letzten Jahre seines Lebens in München, wo er 1961 stirbt. Er galt in seiner Zeit als einer der bedeutendsten Schriftsteller gegen den Krieg und die ungerechten Verhältnisse. 1932 veröffentlichte er den ersten Arbeitslosenroman. Dieses Jahr würdigt die Stadt Würzburg den 65. Todestag des Autors und Pazifisten.

Leonhard-Frank-Preis
Mit der Spielzeit 2026/27 hat das Mainfranken Theater Würzburg den Leonhard-Frank-Preis für Politisches Theater neu aufgesetzt. Er wird nun zweijährlich vergeben, ist mit 5.000 Euro dotiert und mit einer Uraufführung am Mainfranken Theater Würzburg verbunden. Ziel ist es, neue und herausfordernde Stimmen in der Gegenwartsdramatik zu fördern. Einsendungen sind noch bis zum 30. September möglich.

Besetzung
Loris Kubeng, Leon Schamlott, Hannes Berg, Patricia Schäfer, Nina Mohr, Ellen Neuser (Gast)

Team
Regie: Ingo Putz
Bühnen- und Kostümbild: Marie Vecchio
Dramaturgie: Thorben Meißner
Licht: Ernst Schießl

Veranstaltungsort
Kleines Haus, Mainfranken Theater Würzburg

Uraufführung
Sa 10.Oktober 2026 | 19:30 Uhr
19:00 Uhr Einführung

Die nächsten Termine
Mi 14.10. | 19:30 Uhr | 19:00 Uhr Einführung
Sa 17.10. | 19:30 Uhr | 19:00 Uhr Einführung
Di 20.10. | 19:30 Uhr | 19:00 Uhr Einführung
Fr 23.10. | 19:30 Uhr | 19:00 Uhr Einführung
Sa 24.10. | 19:30 Uhr | 19:00 Uhr Einführung

Weitere Informationen und Termine finden Sie online.
Tickets sind über den Online-Spielplan, telefonisch unter + 49 931 375-375, per Mail an karten@mainfrankentheater.de oder an der Theaterkasse im Theaterneubau erhältlich.
NR. 04/26 | 24.9.26
1. Sinfoniekonzert des Philharmonischen Orchesters Würzburg am 01. und 02. Oktober

PHILHARMONISCHES ORCHESTER WÜRZBURG PRÄSENTIERT ANTON BRUCKNERS 5. SINFONIE

Das Philharmonische Orchester Würzburg unter der Leitung von Generalmusikdirektor Mark Rohde eröffnet die Reihe der Sinfoniekonzerte mit Anton Bruckners monumentaler 5. Sinfonie. Die Konzerte finden am 01. und 02. Oktober um 20:00 Uhr im Großen Saal der Hochschule für Musik statt.
Die Sinfonie
Die 5. Sinfonie ist ein Werk, mit dem sich Bruckner einmal mehr als begnadeter musikalischer Architekt bewies. Früh als „Glaubenssymphonie“ oder gar „Heilige Schrift“ verehrt, wurde die Sinfonie von Bruckner selbst als sein „kontrapunktisches Meisterwerk“ bezeichnet. In der Tat ist das Werk Zeugnis durchdachter, komplexer Konstruktion. Das Finale gipfelt in einer kunstvoll gearbeiteten, weit aufblühenden Doppelfuge. Dabei führt Bruckner in dieser Sinfonie alles zusammen, was sein Schaffen und seine Klangwelt prägt: den geheimnisvollen Beginn aus einem mystischen Urgrund, die sakralen Anklänge, feierliche Streichergesänge und schließlich das sich in großer Steigerung erstreckende, triumphale Choral-Finale, das die Sinfonie mit größtem Glanz abschließt. Umso tragischer, dass Bruckner sein Werk nie im Konzertsaal hören konnte. Fast zwanzig Jahre nach ihrer Entstehung wurde die Sinfonie in bearbeiteter Fassung 1894 in Graz uraufgeführt. Der bereits schwer kranke Bruckner konnte diesem Konzert nicht mehr beiwohnen. Im Sinfoniekonzert mit dem Philharmonischen Orchester Würzburgerklingt die ursprüngliche, von Bruckner autorisierte Fassung.

Weitere Informationen
Sinfonie Nr. 5 B-Dur WAB 105
Dieses Konzert findet ohne Pause statt. Altersempfehlung ab 14 Jahren.

Musikalische Leitung: Mark Rohde
Besetzung: Philharmonisches Orchester Würzburg
Veranstaltungsort: Großer Saal der Hochschule für Musik

Termine
01.10.2026, 20:00 Uhr, 19:15 Uhr Einführung
02.10.2026, 20:00 Uhr, 19:15 Uhr Einführung

Weitere Informationen finden Sie hier.
Tickets sind über den Online-Spielplan, telefonisch unter + 49 931 375-375, per Mail an karten@mainfrankentheater.de oder an der Theaterkasse im Theaterneubau erhältlich.
NR. 03/26 | 23.9.26
DEBUT Galakonzert mit dem Philharmonischen Orchester Würzburg

PHILHARMONISCHES ORCHESTER WÜRZBURG GESTALTET FINALE DES 13. INTERNATIONALEN DEBUT KLASSIK-GESANGSWETTBEWERBS

Am Samstag, 26. September um 19:00 Uhr findet das Finale des internationalen DEBUT Klassik-Gesangswettbewerbs in der Tauberphilharmonie Weikersheim statt. Die Finalist:innen werden begleitet durch das Philharmonische Orchester Würzburg unter der Leitung von Generalmusikdirektor Mark Rohde. Der Wettbewerb möchte junge Opernsänger:innen am Beginn ihrer Karrieren fördern. Sie haben hier die Chance, sich in internationaler Konkurrenz einer hochkarätigen Jury zu stellen.
Das Philharmonische Orchester Würzburg ist bereits seit vielen Jahren fester Partner des DEBUT Klassik-Gesangswettbewerbs, der sich an die Stimmfächer Sopran, Mezzosopran & Alt, Tenor, Countertenor sowie Bariton und Bass richtet. Er findet alle zwei Jahre in Weikersheim statt, wo nach einer dreimonatigen Bewerbungsphase die Vorauswahlen sowie die Wettbewerbswoche ausgetragen werden.
Diesjähriges Highlight des Galakonzerts ist die Uraufführung des Stückes "Herbsttag" der schwedischen Komponistin Tebogo Monnakgotla.

Es besteht die Möglichkeit, die Nachwuchstalente und das Orchester live auf der Bühne zu erleben.

Datum
26. September 2026, 19:00

Ort
Tauberphilharmonie Weikersheim

Für Pressekarten wenden Sie sich gerne an die Tauberphilharmonie Weikersheim.

Für das Philharmonische Orchester Würzburg ist es der Auftakt der neuen Spielzeit am Mainfranken Theater. Am 01. und 02. Oktober beginnt dann die Reihe der Sinfoniekonzerte mit Anton Bruckners monumentaler 5. Sinfonie.
NR. 02/26 | 23.9.26
Mainfranken Theater Würzburg ist in die neue Spielzeit gestartet

SEGEL GESETZT – MIT AUSBLICK AUF DIE KOMMENDEN PRODUKTIONEN

Am vergangenen Wochenende feierte das Mainfranken Theater Würzburg sein Spielzeiteröffnungs-Wochenende unter dem Motto „Auf zu neuen Ufern!“. Hunderte große und kleine Besucher:innen waren mit an Bord und konnten mit dem Fernrohr in die neue Spielzeit blicken. Diese hat einiges zu bieten.

Den Auftakt des besonderen Wochenendes bildete Quizoola!, eine vierstündige Performance, in der sich Intendant Dr. Daniel Morgenroth, Schauspieldirektor Ingo Putz und Operndirektor Andreas Rosar dem Würzburger Publikum vorstellten. Ihre Versuche, der Wahrheit durch einen Katalog von über 2000 Fragen ein Stück näher zu kommen, sorgte ebenso für Lacher wie für tiefgründige Gedankenanstöße. Die Veranstaltung war bei freiem Eintritt für alle Neugierigen zugänglich.

Am Samstag lud das Theater zum Theaterfest ein. Die Theatervermittlung bot Workshops an, die Tanzcompany gewährte Einblicke in das tägliche Training und Technikshows verzauberten Groß und Klein. Besonders beliebt waren die Backstagetouren, bei denen die Teilnehmer:innen hinter die Kulissen blicken, die Requisiten bestaunen und die Kunstfertigkeit der Maskenabteilung bewundern konnten. Auch die Baustelle konnte mit Geschäftsführer Dirk Terwey besichtigt werden. Lesungen und ein Bastelprogramm für Kinder rundeten die Veranstaltung ab.

Zudem gab es in Matineen Einblicke in die ersten Premieren. Für seine erste Regiearbeit am Mainfranken Theater verwebt Ingo Putz die Würzburg-Romane des hiesigen Autors Leonhard Frank zu einer großen Erzählung. Von drei Millionen drei feiert am 10. Oktober Premiere. Auch in die interaktive Komödie Kurzschluss von Noa Lazar-Keinan (Premiere: 15. Oktober) erhielten Besucher:innen bereits einen Einblick.
Die erste Oper der Spielzeit ist Nabucco von Giuseppe Verdi und wird ab dem 17. Oktober in der Blauen Halle zu sehen sein. Sich darauf einstimmen und direkt mit einstimmen konnten die Gäste bei einem Würzburg singt spezial.
Auch das Philharmonische Orchester Würzburg spielte sich beim Theaterfest warm. Los geht die Spielzeit für die Musiker:innen mit dem Galakonzert für die Finalrunde des 13. Europäischen Gesangswettbewerbs DEBUT. Am 01. und 02. Oktober eröffnet das Orchester dann die Reihe der Sinfoniekonzerte mit Anton Bruckners monumentaler 5. Sinfonie.


Bilder der beiden Veranstaltungen des vergangenen Wochenendes finden Sie online:
Quizoola Pressefotos
Auftakt! Ein Theaterfest Pressefotos
NR. 01/26 | 14.9.26

Auftakt! Eröffnung der Spielzeit des Mainfranken Theaters

Das Mainfranken Theater Würzburg setzt die Segel und feiert an zwei Tagen den Beginn der neuen Spielzeit. Am Freitag, 18. September, stellen sich der neue Intendant Dr. Daniel Morgenroth und sein Team in einer Performance vor: Quizoola! startet um 18:00 Uhr im Kleinen Haus. Das Theaterfest bietet dann am Samstag, 19. September, von 11:00 bis 17:00 Uhr spannende Einblicke in die Saison und kreative Aktionen zum Mitmachen für Groß und Klein. Das Programm ist an beiden Tagen kostenfrei.

Die Reise beginnt mit einem ganz besonderen Kennenlernen. Bei Quizoola! spielen Intendant Dr. Daniel Morgenroth, Schauspieldirektor Ingo Putz und Operndirektor Andreas Rosar mit einem Fragenkatalog, der alles sein kann: heitere Fragerunde und bitterernstes Verhör, humorvolle Plauderei und philosophisches Sinnieren. Es besteht ab 18:00 Uhr im Kleinen Haus jederzeit die Möglichkeit, zur Performance dazuzukommen, sie zu verlassen und wieder zurückzukehren – ganz ohne Eintrittskarte.

Vorbeikommen und ausprobieren gilt auch für das Theaterfest am Samstag. Traditionell beginnt es mit einer Fanfare um 11:00 Uhr auf dem Stadtbalkon. Danach öffnet das Theaterschiff seine Bug-Tore und die Crew erwartet alle Neugierigen mit einem bunten Angebot. Schauspielen, tanzen oder doch lieber singen? In verschiedenen Workshops haben Sie die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden, Improvisationstheater auszuprobieren oder mit der Tanzcompagnie zu proben. Alle, die Lust haben, können sich einem Würzburg singt… spezial zu Nabucco anschließen und die eigene Stimme erklingen lassen.

Wer lieber zuschaut, ist herzlich zu den Premierenmatineen der kommenden Schauspielpremieren eingeladen. In den fulminanten Technikshows im Kleinen Haus zeigen die Mitarbeitenden, wie spannend Theatertechnik sein kann. Exklusive Backstagetouren führen hinter die Kulissen des Hauses, und dazu gibt es separate Baustellentouren mit Einblicken in den Fortschritt der Sanierungen. Die Touren starten alle halbe Stunde – die Backstagetour ab 11:15 Uhr, die Baustellentour ab 11:30 Uhr. Junge Besucher:innen bekommen in Lesungen einen Vorgeschmack auf die Kinderstücke der Spielzeit. Zudem haben sie die einmalige Gelegenheit, sich von der Maskenabteilung verwandeln zu lassen und ihre eigene Tasche mit Wal-Motiv zu bedrucken.

Auch alle anderen können ein Stück Mainfranken Theater mit nach Hause nehmen. Ab 12:00 Uhr findet ein großer Kostümverkauf im Probengebäude in der Oeggstraße statt.
Kaffee und Kuchen sorgen für das leibliche Wohl. Und wer dafür kurzweilige Gesellschaft möchte, geht zum musikalischen Kaffeeklatsch mit den Mitgliedern des Philharmonischen Orchesters Würzburg. Leinen los und volle Kraft voraus in die neue Spielzeit des Mainfranken Theaters!

Das komplette Programm mit allen Uhrzeiten finden Sie in Kürze online unter mainfrankentheater.de/auftakt

Kontakt für Medienanfragen
Helena Wagner
Pressereferentin
T +49 931 375-197
presse@mainfrankentheater.de





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