„DAS SCHWEIGENDE KLASSENZIMMER“ bei den 40. Bayerischen Theatertagen 2026

Mainfranken Theater Würzburg präsentiert dokumentarisches Theater mit zeitgeschichtlicher Begleitung
Das Mainfranken Theater Würzburg ist mit der Inszenierung DAS SCHWEIGENDE KLASSENZIMMER als Gastspiel bei den Bayerischen Theatertagen 2026 vertreten.
Die Inszenierung basiert auf dem gleichnamigen Erinnerungsbuch von Dietrich Garstka. Sie erzählt die Geschichte einer 12. Klasse in der DDR, die im Herbst 1956 mit einer Schweigeminute ein Zeichen der Solidarität mit den Opfern des Ungarn-Aufstands setzt – ein Akt des Widerstands mit erheblichen Konsequenzen.


Regie führt Anna Stiepani, die Garstkas bewegende und historisch relevante Erzählung in einer gemeinsam mit Dramaturgin Barbara Bily erarbeiteten Fassung auf die Bühne bringt.
In Zusammenarbeit mit dem Institut für Deutschlandforschung der Ruhr-Universität Bochum und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur werden die Aufführungen durch Zeitzeugengespräche als festen Bestandteil des Projektes ergänzt. Seit der Premiere der Uraufführung auf der Probebühne des Mainfranken Theaters im Jahr 2024 haben sich diese Dialogformate zur DDR-Geschichte zu einem zentralen Element der Vermittlung entwickelt und werden – auch im Rahmen des Gastspiels bei den Bayerischen Theatertagen – fortgeführt.

Die Einladung zu den Bayerischen Theatertagen 2026 würdigt die gesellschaftliche Bedeutung der Produktion. Mit ihrer Mischung aus szenischer Präzision, historischer Authentizität und pädagogischer Tiefe leistet DAS SCHWEIGENDE KLASSENZIMMER einen wichtigen Beitrag zur Auseinandersetzung mit deutscher Zeitgeschichte und der Förderung historischer Erinnerung.

DAS SCHWEIGENDE KLASSENZIMMER (Uraufführung)
von Dietrich Garstka, in einer Fassung von Barbara Bily und Anna Stiepani.
Regie: Anna Stiepani | Bühnen- und Kostümbild: Anna Wörl | Dramaturgie: Barbara Bily | Musik: Adrian Sieber | Licht: Anna Stiepani und Anna Wörl
Mit: Eva-Lina Wenners, Julia Baukus, Nils David Bannert, Nils van der Horst, Patricia Schäfer, Tom Klenk