Was gibt es an heißen Sommertagen Schöneres, als es sich am Mainufer gemütlich zu machen – und seine Gedanken in die Weite ziehen zu lassen …
Zu neuen Ufern aufbrechen – ein verlockender Gedanke auch angesichts unserer von Krisen allzu gesättigten Gegenwart! Die Probleme des Alltags und der Zeitläufe einfach hinter sich lassen …
Wenn unsere neue Spielzeit mit den ersten Premieren Fahrt aufnimmt, dürfte der Sommer 2026 mit seiner Hitze weitgehend Geschichte sein, unsere Welt wird sich ein kleines Stück weiterentwickelt haben, aber sicher noch mindestens genauso viele Herausforderungen für uns parat haben wie aktuell.
Dann laden wir Sie ein, mit uns „auf zu neuen Ufern“ zu ziehen. Nicht, um unsere Gegenwart auszublenden, sondern um für einen Abend aus unserem Alltag mit seinen Anforderungen auszubrechen, mit uns und unseren Stücken ins Weite zu ziehen und die Welt, in der wir leben, einmal von anderen Ufern aus zu betrachten. Vielleicht gelingt es uns so, neue Perspektiven und Ideen für unser Leben zu gewinnen.
Die Stücke, die wir dazu für Sie ausgesucht haben, kreisen dabei immer wieder um Ufer – mal im wörtlichen, mal im übertragenen Sinne.
NABUCCO
Gleich zu Beginn der Spielzeit geht es an die „falschen Ufer“, nämlich an die Ufer Babylons. Dorthin werden die Hebräer in Verdis frühem Meisterwerk Nabucco verschleppt und sehnen sich in einem der ergreifendsten Chöre der Opernliteratur, dem berühmten Gefangenenchor Va, pensiero!, zurück an die heimatlichen Ufer des Jordan. Die Proben unter Leitung unseres GMDs Mark Rohde und der jungen Regisseurin Alicia Geugelin, Finalistin des renommierten RING AWARD sowie im vergangenen Jahr für den Theaterpreis DER FAUST nominiert, haben bereits begonnen. In unseren Werkstätten wird derzeit schon intensiv am Bühnenbild von Letycia Rossi und an den Kostümen von Pia Preuß gearbeitet. Zu erleben ist das Ganze dann ab 17. Oktober in der Blauen Halle.
Neben unseren Ensemblemitgliedern Vero Miller, die in der Rolle der Fenena debutieren wird, Milena Arsovska als Anna, Mathew Habib als Abdallo und Benedikt Al Daimi als Gran Sacerdote können Sie sich auf ausgezeichnete international tätige Gäste freuen: Hulkar Sabirova, langjähriges Ensemblemitglied der Deutschen Oper Berlin und Gast an zahlreichen renommierten Opernhäusern, wird in Würzburg ihr Rollendebut als Abigaille geben, der international gefragte Tenor Iurie Ciobanu übernimmt die Partie des Ismaele und als Zaccaria wird Shavleg Armasi von der Staatsoper Hannover nach der Deutschen Oper am Rhein und dem Opernhaus Zürich nun auch bei uns am Mainfrankentheater gastieren.
Besonders freuen wir uns, dass wir mit Alejandro Marco-Buhrmester einen herausragenden Künstler gleich für eine ganze Spielzeit ans Mainfranken Theater binden konnten. Lange Jahre war er in Partien wie Amfortas, Gunther u.a. eine Stütze des Bayreuther Festspielensembles, konnte aber auch im italienischen Fach weltweit an Häusern wie der Berliner Staatsoper, der Canadian Opera Toronto oder De Nationale Oper in Amsterdam reüssieren. Er wird in unserer Eröffnungspremiere die Titelpartie interpretieren und auch im weiteren Lauf der Spielzeit auf unseren Bühnen zu erleben sein.
DER ORLOW
Die zweite Premiere der Spielzeit führt uns dann ab 6. Dezember ans andre Ufer des „Großen Teichs“, das vor einem Jahrhundert für Menschen aus Europa noch ein Zufluchtsort und der Zugang zu einer Welt voller Verheißung war. Das gilt in Bruno Granichstaedtens Operette Der Orlow für den Protagonisten Alexej gleichermaßen wie für den Komponisten, der als Jude sein Heimatland Österreich nach dem „Anschluss“ ans Deutsche Reich verlassen musste. Doch während es für seinen Protagonisten – wie sich das für eine ordentliche Operette gehört – ein Happy End gibt, konnte Granichstaedten in der „Neuen Welt“ in den verbleibenden Lebensjahren nicht mehr recht Fuß fassen. So bleibt uns, das farbenreiche Erbe aus seiner außerordentlich erfolgreichen Wiener Zeit heute neu zu entdecken. Und das lohnt sich: Der Orlow wurde vor 101 Jahren mit großem Erfolg im Theater an der Wien uraufgeführt und schon kurz danach gleich zweimal verfilmt.
Auch künstlerisch bricht Granichstaedten in den wilden Zwanzigern zu neuen Ufern auf, handelt es sich bei diesem Werk doch um die erste Wiener Operette, in deren Partitur nicht nur Operettenschmelz à la russe, sondern auch der Jazz integraler Bestandteil ist: Neben unserem Würzburger Ensemble, unserem Opernchor und dem Philharmonischen Orchester wird auch eine Jazz- Combo in der Blauen Halle zu erleben sein. Lutz de Veer sorgt dafür, dass das Ganze zu einem musikalischen Hochgenuss wird. Die aberwitzige Story um den Automechaniker Alexej, einen adligen Russen, der vor der russischen Revolution in die Staaten geflohen ist und dem außer dem „Titelhelden“, einem unermesslich wertvollen Diamanten, nichts geblieben ist, um sein Glück und seine Liebe an den Ufern der Neuen Welt zu finden, wird Georg Rootering inszenieren.
TANNHÄUSER UND DER SÄNGERKRIEG AUF WARTBURG
Ein kurzer Ausblick in die zweite Spielzeithälfte führt zu uns zu weiteren Ufergängen: Wagners Tannhäuser ist zerrissen zwischen der hedonistischen Welt körperlicher Lust und dem Wunsch, reine Liebe empfi nden zu können. Mit diesem Werk darf ich mich Ihnen ab 6. Februar als Regisseur vorstellen. Bühne und Kostüme entwirft mein langjähriger Ausstatter Fabian Lüdicke. Und neben unserem Ensemble und dem erweiterten Opernchor unter der Leitung von Paweł Serafi n dürfen Sie sich auf hochkarätige Sologäste freuen … Die musikalische Leitung liegt bei unserem GMD Mark Rohde.
NILS KARLSSON DÄUMLING
Unsere Jüngsten sind ab 7. März dann eingeladen, vom Ufer der Realität ans Ufer der Phantasie zu wechseln, wenn Nils Karlsson Däumling den kleinen Bertil und uns alle in die Welt hinter der Wand der Wirklichkeit einlädt. In Szene gesetzt wird das Ganze auf der Probebühne von Nick Lieberknecht, der in der laufenden Spielzeit bereits mit Adina und Nemorino nicht nur das junge Publikum begeisterte.
MONDRAUSCH
Ganz neue Ufer betreten wir dann mit der nächsten Premiere am 17. April: Mit Mondrausch schreiben Justus Wilcken und Konstantin Dupelius maßgeschneidert fürs Kleine Haus „eine komische Oper mit offenem Ende“. Sie gehen der Frage nach, was passiert, wenn die Erde einmal nicht mehr bewohnbar sein wird und wir den Mond kolonialisieren müssen. An dieser Expedition können Sie sogar mitwirken – ein Casting findet Ende September statt. Bewerben Sie sich für den Bürgerchor unter kbb@mainfrankentheater.de
ODYSSEE!
Und zum Ende der Spielzeit, wenn der Sommer zurückkehrt, geht es ins Offene zu einem großen Sommerspektakel. Ab 12. Juni brechen alle Sparten gemeinsam mit Chor und Orchester ausgehend vom Kleinen Haus auf zu einer Odyssee! kreuz und quer durch unsere Stadt auf der Suche nach Ithaka. Und wer weiß – wenn es nicht im Rohbau des Großen Hauses liegt, vielleicht schließt sich der Bogen der Spielzeit wieder am Mainufer … Ich freue mich auf meine erste Spielzeit mit Ihnen!
Ihr Andreas Rosar
Operndirektor
Zu neuen Ufern aufbrechen – ein verlockender Gedanke auch angesichts unserer von Krisen allzu gesättigten Gegenwart! Die Probleme des Alltags und der Zeitläufe einfach hinter sich lassen …
Wenn unsere neue Spielzeit mit den ersten Premieren Fahrt aufnimmt, dürfte der Sommer 2026 mit seiner Hitze weitgehend Geschichte sein, unsere Welt wird sich ein kleines Stück weiterentwickelt haben, aber sicher noch mindestens genauso viele Herausforderungen für uns parat haben wie aktuell.
Dann laden wir Sie ein, mit uns „auf zu neuen Ufern“ zu ziehen. Nicht, um unsere Gegenwart auszublenden, sondern um für einen Abend aus unserem Alltag mit seinen Anforderungen auszubrechen, mit uns und unseren Stücken ins Weite zu ziehen und die Welt, in der wir leben, einmal von anderen Ufern aus zu betrachten. Vielleicht gelingt es uns so, neue Perspektiven und Ideen für unser Leben zu gewinnen.
Die Stücke, die wir dazu für Sie ausgesucht haben, kreisen dabei immer wieder um Ufer – mal im wörtlichen, mal im übertragenen Sinne.
NABUCCO
Gleich zu Beginn der Spielzeit geht es an die „falschen Ufer“, nämlich an die Ufer Babylons. Dorthin werden die Hebräer in Verdis frühem Meisterwerk Nabucco verschleppt und sehnen sich in einem der ergreifendsten Chöre der Opernliteratur, dem berühmten Gefangenenchor Va, pensiero!, zurück an die heimatlichen Ufer des Jordan. Die Proben unter Leitung unseres GMDs Mark Rohde und der jungen Regisseurin Alicia Geugelin, Finalistin des renommierten RING AWARD sowie im vergangenen Jahr für den Theaterpreis DER FAUST nominiert, haben bereits begonnen. In unseren Werkstätten wird derzeit schon intensiv am Bühnenbild von Letycia Rossi und an den Kostümen von Pia Preuß gearbeitet. Zu erleben ist das Ganze dann ab 17. Oktober in der Blauen Halle.
Neben unseren Ensemblemitgliedern Vero Miller, die in der Rolle der Fenena debutieren wird, Milena Arsovska als Anna, Mathew Habib als Abdallo und Benedikt Al Daimi als Gran Sacerdote können Sie sich auf ausgezeichnete international tätige Gäste freuen: Hulkar Sabirova, langjähriges Ensemblemitglied der Deutschen Oper Berlin und Gast an zahlreichen renommierten Opernhäusern, wird in Würzburg ihr Rollendebut als Abigaille geben, der international gefragte Tenor Iurie Ciobanu übernimmt die Partie des Ismaele und als Zaccaria wird Shavleg Armasi von der Staatsoper Hannover nach der Deutschen Oper am Rhein und dem Opernhaus Zürich nun auch bei uns am Mainfrankentheater gastieren.
Besonders freuen wir uns, dass wir mit Alejandro Marco-Buhrmester einen herausragenden Künstler gleich für eine ganze Spielzeit ans Mainfranken Theater binden konnten. Lange Jahre war er in Partien wie Amfortas, Gunther u.a. eine Stütze des Bayreuther Festspielensembles, konnte aber auch im italienischen Fach weltweit an Häusern wie der Berliner Staatsoper, der Canadian Opera Toronto oder De Nationale Oper in Amsterdam reüssieren. Er wird in unserer Eröffnungspremiere die Titelpartie interpretieren und auch im weiteren Lauf der Spielzeit auf unseren Bühnen zu erleben sein.
DER ORLOW
Die zweite Premiere der Spielzeit führt uns dann ab 6. Dezember ans andre Ufer des „Großen Teichs“, das vor einem Jahrhundert für Menschen aus Europa noch ein Zufluchtsort und der Zugang zu einer Welt voller Verheißung war. Das gilt in Bruno Granichstaedtens Operette Der Orlow für den Protagonisten Alexej gleichermaßen wie für den Komponisten, der als Jude sein Heimatland Österreich nach dem „Anschluss“ ans Deutsche Reich verlassen musste. Doch während es für seinen Protagonisten – wie sich das für eine ordentliche Operette gehört – ein Happy End gibt, konnte Granichstaedten in der „Neuen Welt“ in den verbleibenden Lebensjahren nicht mehr recht Fuß fassen. So bleibt uns, das farbenreiche Erbe aus seiner außerordentlich erfolgreichen Wiener Zeit heute neu zu entdecken. Und das lohnt sich: Der Orlow wurde vor 101 Jahren mit großem Erfolg im Theater an der Wien uraufgeführt und schon kurz danach gleich zweimal verfilmt.
Auch künstlerisch bricht Granichstaedten in den wilden Zwanzigern zu neuen Ufern auf, handelt es sich bei diesem Werk doch um die erste Wiener Operette, in deren Partitur nicht nur Operettenschmelz à la russe, sondern auch der Jazz integraler Bestandteil ist: Neben unserem Würzburger Ensemble, unserem Opernchor und dem Philharmonischen Orchester wird auch eine Jazz- Combo in der Blauen Halle zu erleben sein. Lutz de Veer sorgt dafür, dass das Ganze zu einem musikalischen Hochgenuss wird. Die aberwitzige Story um den Automechaniker Alexej, einen adligen Russen, der vor der russischen Revolution in die Staaten geflohen ist und dem außer dem „Titelhelden“, einem unermesslich wertvollen Diamanten, nichts geblieben ist, um sein Glück und seine Liebe an den Ufern der Neuen Welt zu finden, wird Georg Rootering inszenieren.
TANNHÄUSER UND DER SÄNGERKRIEG AUF WARTBURG
Ein kurzer Ausblick in die zweite Spielzeithälfte führt zu uns zu weiteren Ufergängen: Wagners Tannhäuser ist zerrissen zwischen der hedonistischen Welt körperlicher Lust und dem Wunsch, reine Liebe empfi nden zu können. Mit diesem Werk darf ich mich Ihnen ab 6. Februar als Regisseur vorstellen. Bühne und Kostüme entwirft mein langjähriger Ausstatter Fabian Lüdicke. Und neben unserem Ensemble und dem erweiterten Opernchor unter der Leitung von Paweł Serafi n dürfen Sie sich auf hochkarätige Sologäste freuen … Die musikalische Leitung liegt bei unserem GMD Mark Rohde.
NILS KARLSSON DÄUMLING
Unsere Jüngsten sind ab 7. März dann eingeladen, vom Ufer der Realität ans Ufer der Phantasie zu wechseln, wenn Nils Karlsson Däumling den kleinen Bertil und uns alle in die Welt hinter der Wand der Wirklichkeit einlädt. In Szene gesetzt wird das Ganze auf der Probebühne von Nick Lieberknecht, der in der laufenden Spielzeit bereits mit Adina und Nemorino nicht nur das junge Publikum begeisterte.
MONDRAUSCH
Ganz neue Ufer betreten wir dann mit der nächsten Premiere am 17. April: Mit Mondrausch schreiben Justus Wilcken und Konstantin Dupelius maßgeschneidert fürs Kleine Haus „eine komische Oper mit offenem Ende“. Sie gehen der Frage nach, was passiert, wenn die Erde einmal nicht mehr bewohnbar sein wird und wir den Mond kolonialisieren müssen. An dieser Expedition können Sie sogar mitwirken – ein Casting findet Ende September statt. Bewerben Sie sich für den Bürgerchor unter kbb@mainfrankentheater.de
ODYSSEE!
Und zum Ende der Spielzeit, wenn der Sommer zurückkehrt, geht es ins Offene zu einem großen Sommerspektakel. Ab 12. Juni brechen alle Sparten gemeinsam mit Chor und Orchester ausgehend vom Kleinen Haus auf zu einer Odyssee! kreuz und quer durch unsere Stadt auf der Suche nach Ithaka. Und wer weiß – wenn es nicht im Rohbau des Großen Hauses liegt, vielleicht schließt sich der Bogen der Spielzeit wieder am Mainufer … Ich freue mich auf meine erste Spielzeit mit Ihnen!
Ihr Andreas Rosar
Operndirektor