Lottes Ballhaus

Tanz von Dominique Dumais und Kevin O'Day
Team
Choreografie: Dominique Dumais
Choreografie: Kevin O'Day
Musikalische Leitung: Gábor Hontvári
Bühnen- und Kostümbild: Thomas Mika
Besetzung
Tanzcompagnie des Mainfranken Theaters Würzburg
Philharmonisches Orchester Würzburg
„Tanzen ist die schönste Gelegenheit,
einander auf die Zehen zu treten.“
In Lottes Ballhaus widmen sich die Choreografen Dominique Dumais und Kevin O’Day zwei großen Formen des Paartanzes: Walzer und Tango. Ballhäuser zeichnen sich als Orte der Gemeinschaft aus, in denen man für einen Abend alle Sorgen vergessen und ausgelassen gemeinsam tanzen und feiern kann.

An diesem Ort, der das Zusammenkommen in großer Gesellschaft zelebriert, kann man zugleich für einen Moment in eine eigene Welt der intimen Zweisamkeit eintauchen, alles um sich herum vergessen. Sowohl Walzer als auch Tango zeichnen sich durch den engen Körperkontakt der Tanzpartner aus und wurden daher anfangs von der Oberschicht der Bevölkerung als zu erotisch abgelehnt.

Für Dominique Dumais kann ein einzelner Walzer vieles zugleich ausdrücken: Liebe, Begierde, Spannung, Verspieltheit, Zögern, Sehnsucht, Verlust oder Trauer. In ihrem Stück erforscht sie die verschiedenen Facetten des bekannten Paartanzes und tritt dabei auch eine musikalische Erkundungsreise an: von Johann Strauss (Sohn) und Johannes Brahms über Jean Sibelius und Dmitri Schostakowitsch bis hin zu Nino Rota. Kevin O’Day ließ sich bei der Kreation seines Stücks vor allem durch die Musik Astor Piazzollas inspirieren. Der argentinische Komponist gilt als Begründer des Tango Nuevo, da er die traditionelle Form des Tango Argentino um zeitgenössische Elemente etwa aus Jazz oder Populärmusik erweiterte.

Das Tanzensemble wird für diesen Abend begleitet vom Philharmonischen Orchester des Mainfranken Theaters unter der Leitung Gábor Hontváris.