Der Kreis um die Sonne / Der Riss durch die Welt

Ein Doppelabend von Roland Schimmelpfennig
Team
Bühnenbild: Susanne Hiller
Kostümbild: Su Bühler
Dramaturgie: Barbara Bily
„Einen besseren Ort, um sich den Weltuntergang vorzustellen, kann man sich kaum denken.“
DER KREIS UM DIE SONNE
Auf einer Party in einer völlig überfüllten Wohnung treffen sich Menschen. Viele Menschen, Fremde. Es ist voll. Man mag sich, oder nicht. Unterschiedliche Milieus, unterschiedliche Gehalts- und Altersklassen treffen aufeinander. Schlaglichtartig werden die Begegnungen der Figuren miteinander beobachtet — bis ein Ereignis alles ändert. Plötzlich sind die äußerlichen Unterschiede nicht mehr wichtig, denn was alle Gäste der Party eint: Sie sind menschlich. Und damit sterblich.
DER RISS DURCH DIE WELT
In einer luxuriösen Villa in den Bergen mit großzügigem Ausblick begegnen sich zwei ungleiche Paare. Der Gastgeber Tom, reicher Unternehmer im Satellitengeschäft und seine Frau Sue sind interessierte Kunstsammler. Geladen sind das Künstlerpaar Sophia und Jared, beide junge Vertreter des Avantgarde-Prekariats. Sophia stellt dem Ehepaar ihr nächstes Kunstprojekt vor und hofft auf finanzielle Unterstützung: die Installation eines Weltuntergangsszenarios. Zurückgezogen hinter Glasscheiben, fernab von Stadtleben und Mobilfunknetz sind die Figuren einander und ihren miteinander unvereinbaren Lebenswelten ausgeliefert. In pointierten Gesprächen kreisen sie immer wieder um die Unterschiede zwischen arm und reich, zwischen Ausbeutern und Ausgebeuteten. Nach und nach werden sie dabei eingehüllt in die Kulisse einer drohenden Apokalypse.