Das blendende Gold

Uraufführung der Kinderoper "Siegfried, der kleine Drachentöter" in der Kammer
„Siegfried, der kleine Drachentöter“ unternimmt einen Streifzug durch die germanische Sagenwelt und begleitet Siegfried bei seinen kleinen und großen Heldentaten, wagt aber auch einen Blick unter den vermeintlich starken Schutzpanzer. Komponist Adrian Sieber setzt die Geschichte in Musik.

Wer kennt ihn nicht, den Helden Siegfried aus dem „Nibelungenlied“! Auch der kleine Siegfried ist von den Abenteuern aus der Nibelungensage fasziniert. Oft besucht er seinen Freund Regin in dessen Schmiede, um mit ihm in die Welt des großen Siegfried einzutauchen. Die Schilderung des Nibelungenhortes fasziniert ihn ganz besonders, ebenso Regin, der mit Siegfrieds Hilfe in den Besitz eines Schatzes gelangen will. Dieser wird von dem Drachen Fafnir bewacht. Von Regin getrieben, zieht Siegfried in den Kampf gegen Fafnir und muss dabei eine schwere Entscheidung treffen.

„Siegfried, der kleine Drachentöter“ entsteht als Auftragswerk des Mainfranken Theaters. Komponist Adrian Sieber schrieb für Würzburg zuletzt unter anderem die Schauspielmusiken zu „Draußen vor der Tür“, „Pinocchio“ und „Ronja Räubertochter“. Für die Musik zum „Kleinen Siegfried“ ließ er sich ganz von der Textvorlage inspirieren: „Das Libretto“, so Sieber, „greift gelegentlich auf Verse aus dem ‚Nibelungenlied‘ und aus der ‚Lieder-Edda‘ zurück. Musikalisch habe ich bewusst einige Zitate aus Richard Wagners „Siegfried“ einfließen lassen, um eine Verknüpfung mit diesem Stoff zu schaffen. Bei der musikalischen Zeichnung Siegfrieds war es mir weniger wichtig, die körperliche Kraft eines Helden als vielmehr seine außerordentliche Vorstellungskraft in Musik zu setzen.“

Auch für Sopranistin Silke Evers, die Darstellerin des kleinen Siegfried, sind es vor allem Siegfrieds geistige Stärke und Intuition, die ihn zum wahren Vorbild für Groß und Klein machen: „Das Spannendste an der Entwicklung ist der Moment, an dem Siegfried vor die Wahl gestellt wird: ein Held sein und siegen oder Menschlichkeit beweisen. Er entscheidet sich intuitiv und ist im Nachhinein gar nicht sicher, ob es richtig war. Erst Regins Bestätigung schafft ihm Erleichterung.“

Als Regin ist der japanische Bariton Taiyu Uchiyama zu erleben, der bereits in der letztjährigen Kinderoper „Colas der Magier“ der Titelfigur ein spannendes Profil verliehen hat. „Ich freue mich sehr über meine dritte Kinderopern- Produktion in der Kammer! Es geht um einen Drachen, ein magisches Schwert und natürlich um den Schatz der Nibelungen – alles Elemente, die mich schon in meiner Kindheit besonders fasziniert haben“, so Taiyu Uchiyama. Für die Ausstattung dieser Uraufführungsproduktion in den Kammerspielen zeichnet Bühnen- und Kostümbildnerin Catharina Bornemann verantwortlich, die Regie liegt – wie schon beim „Colas“ – in den Händen von Mario Pavle del Monaco.
Workshop
23.3. | 13.4. | 11.5.
jeweils von 10:00-11:30 Uhr | VHS

In den Workshops mit Musiktheaterpädagogin Maria Karamoutsiou wird die Geschichte vom Helden Siegfried erzählt. Dabei übernehmen die Kinder verschiedene Rollen und spielen mit Rhythmus, Schatten und Licht. Sie werden zu Helden und entdecken die Zauberkraft der Musik, des Theaterspielens und der Oper.

Teilnahme
Für Kinder von 7-10 Jahren

Kosten und Anmeldung
9 Euro | Anmeldung über die VHS

Infos
plattformX@mainfrankentheater.de
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