Nr. 10/26 | 4.3.26
Ab 7. März in der Theaterfabrik Blaue Halle

Beethovens "FIDELIO" feiert Premiere

WÜRZBURG, 4. März –Beethovens einzige Oper weist über das persönliche Schicksal ihrer Figuren hinaus: Fidelio ist ein Plädoyer für Freiheit, Gerechtigkeit und die Überwindung von Tyrannei. Die Inszenierung von Intendant Georg Rootering mit Maida Hundeling in der Titelpartie der Leonore/ Fidelio ist ab dem 7. März in der Blauen Halle zu erleben.
Über das Stück

Florestan ist verschwunden. Seine Frau Leonore ahnt, dass er als politischer Gefangener in jenem Staatsgefängnis schmachtet, über das Florestans Widersacher Don Pizarro als Gouverneur wacht. Als Mann verkleidet und unter dem Namen Fidelio nimmt Leonore eine Stelle als Gehilfe des Kerkermeisters Rocco an, um Gewissheit zu erlangen – und Florestan zu retten. Eine Nachricht des Ministers kündigt eine Inspektion an, da im Gefängnis willkürliche Gewalt vermutet wird. Pizarro fühlt sich bedroht und plant die heimliche Ermordung Florestans, Rocco und Fidelio sollen im Verlies sein Grab schaufeln. Als Pizarro dort selbst erscheint, die Mordtat zu vollstrecken, gibt sich Leonore als Frau zu erkennen und zieht in höchster Not eine Pistole …

Mit Fidelio gelang Beethoven eine Oper, die über das persönliche Schicksal ihrer Figuren hinausweist: ein Plädoyer für Freiheit, Gerechtigkeit und die Überwindung von Tyrannei. In seiner Kompromisslosigkeit erscheint Fidelio als leuchtendes Gegenbild zu Cherubinis tragischer Medea (1797), die das Mainfranken Theater vergangene Saison neu herausbrachte. Beide Werke entstanden im Abstand von acht Jahren, beide spiegeln auf je eigene Weise Triumph und Tragik, Ideale und Verheerungen der Französischen Revolution. Beethoven bewunderte Cherubini zutiefst, der seinerseits dem jüngeren Kollegen die Ehre erwies und der Uraufführung des Fidelio in Wien am 20. November 1805 beiwohnte. Ihren Siegeszug auf den Opernbühnen der Welt trat Beethovens einzige Oper jedoch erst mit der überarbeiteten Fassung vom 23. Mai 1814 an.

Regie

Die Inszenierung übernimmt Intendant Georg Rootering. Nach der Regiearbeit für das Schauspiel Der Kontrabass ist dies seine zweite Arbeit am Mainfranken Theater in dieser Spielzeit. Für Bühnen- und Kostümbild zeichnet Lukas Noll verantwortlich.
Besetzung

In der Titelpartie der Leonore ist Maida Hundeling zu erleben. Die Sopranistin ist spezialisiert auf deutsches Repertoire und ist eine weltweit gefragte Sängerin. Zuletzt sang sie die Titelrollen in Turandot und Fidelio in Bratislava und ist nun erstmals am Mainfranken Theater zu Gast. An ihrer Seite übernimmt der renommierte Bassbariton Jochen Kupfer – Festengagements führten ihn u.a. an die Semperoper Dresden und das Staatstheater Nürnberg – den die Partie des Don Pizarro. Der australische Tenor Brad Cooper, der im vergangenen November ein viel beachtetes Debüt als Tristan am Theater Münster gab und dem Würzburger Publikum aus Produktionen wie Medea, Die Sache Makropulos und Wozzeck bestens bekannt ist, ist in der Rolle des Florestan zu erleben. Die weiteren Partien sind aus dem Würzburger Opernensemble besetzt: Leo Hyunho Kim (Don Fernando), Gabriel Fortunas (Rocco), Milena Arsovska (Marzelline) sowie Mathew Habib (Jaquino). Ferner wirken mit der Opern- und Extrachor unter der Einstudierung von Chordirektor Paweł Serafin und die Komparserie des Mainfranken Theaters. Die Musikalische Gesamtleitung liegt in Händen von Generalmusikdirektor Mark Rohde.

Die nächsten Termine

15.3.26 | 18:00 Uhr
17.3.26 | 19:30 Uhr
26.3.26 | 19:30 Uhr
28.3.26 | 19:30 Uhr
19.4.26 | 18:00 Uhr

Weitere Infos und Vorstellungstermine finden Sie unter https://www.mainfrankentheater.de/fidelio. Tickets sind über den Online-Spielplan, telefonisch unter + 49 931 375-375, per Mail an karten@mainfrankentheater.de oder an der Theaterkasse im Theaterneubau erhältlich.
Nr. 9/2026 | 23.2.26
Orchester mit musikbegeisterten Schüler:innen

Das Konzertprojekt "Ohren auf! in concert" geht in eine neue Runde

WÜRZBURG, 23. Februar –Das Konzertprojekt OHREN AUF! IN CONCERT ist wieder da. Und erneut haben Schülerinnen und Schüler ab 11 Jahren die Möglichkeit, mit den Profis des Philharmonischen Orchesters Würzburg gemeinsam zu musizieren. Anmeldungen sind ab sofort bis zum 3. April 2026 möglich.
Das besondere Musikprojekt richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab 11 Jahren, die ein Orchesterinstrument beherrschen und sich die Herausforderung zutrauen. Die Teilnahme an dem Projekt ist kostenfrei.
Zum Abschluss der Spielzeit gestaltet das Philharmonische Orchester Würzburg zusammen mit musikbegeisterten Schülerinnen und Schülern unter der Leitung des Ersten Kapellmeisters Lutz de Veer ein gemeinsames und vielseitiges Konzertprogramm:

Franz Schubert
Sinfonie h-moll D 759 „Unvollendete“

Johan Svendsen
Norwegische Rhapsodie Nr. 4 op. 22

Bedřich Smetana
Má vlast (Mein Vaterland), daraus:
I. Vyšehrad
IV. Z českých luhů a hájů (Aus Böhmens Hain und Flur)

Antonín Dvořák
Slawischer Tanz Nr. 8 g-moll op. 46

Anmeldungen sind ab sofort bis zum 3. April 2026 möglich. Alle Informationen zum Projekt sowie die Probentermine sind unter mainfrankentheater.de/ohrenauf zu finden. Tickets für das Abschlusskonzert am 29. Juli in der Theaterfabrik Blaue Halle sind ab dem 1. April erhältlich über den Online-Spielplan oder per Mail an karten@mainfrankentheater.de sowie telefonisch unter +49 931 375-375 oder zu den Öffnungszeiten an der Theaterkasse im Theaterneubau.
Nr. 8/2026 | 19.2.26
Wiederaufnahme in der Probebühne

"WAS WANDA WILL" ab 22. Februar

WÜRZBURG, 19. Februar – 2023 veröffentlichte Lena Hach mit ihrem Kinder-Kriminalroman Was Wanda will eine kluge, humorvolle und vor allem spannende Geschichte über Zusammenhalt, Freundschaft und Mut. In der Inszenierung von Wolfgang Michalek steht sie ab dem 22. Februar als Schauspiel erneut auf dem Spielplan des Mainfranken Theaters.
Über das Stück

Als Wanda ihre neue Schule betritt, hat sie einen Plan. Einen geheimen Plan, von dem erstmal niemand etwas wissen darf. Auf dem Weg zum Unterricht trifft sie auf David, genannt „Der Meister“. Er scheint in der Schule den Überblick zu haben und beherrscht Täuschungsmanöver wie kein Zweiter. Wanda ist sich sicher – wenn sie ihn für sich gewinnt, ist das der erste Schritt zur Umsetzung ihres Vorhabens. Und dieses ist spektakulär: Es handelt sich dabei um nichts Geringeres als einen Einbruch in die große Stadtvilla, aus der sie einen wertvollen Tennisball stehlen will. Und genau dafür gilt es nun, das richtige Team zu finden. Schnell hat Wanda auch noch andere Kandidat:innen im Blick, zum Beispiel die handwerklich begabte Lynn und Schulze, der so unauffällig ist, dass er sich beinahe unsichtbar machen kann. Verschiedener könnten die auserkorenen Teammitglieder nicht sein – und genau deshalb ergänzen sie sich perfekt. Leider sind nicht alle sofort von Wandas Plan begeistert, oder eher von Wanda überhaupt. Aber davon lässt sie sich nicht entmutigen. Schließlich ist alles, was zählt, die gelungene Umsetzung ihres Plans. Oder?

Wolfgang Michaleks Inszenierung zeigt Was Wanda will als mitreißende „Ocean’s Eleven-Geschichte“ für Kinder ab 10 Jahren und erschafft dabei eine Hommage an große actionreiche Hollywood-Filme. Der aus Wien stammende Schauspieler und Regisseur war bisher unter anderem am Schauspielhaus Wien, Schauspiel Hannover, Staatsschauspiel Dresden und zuletzt am Düsseldorfer Schauspielhaus engagiert.

Alexander Hümmer und der Verein der Rollstuhlfahrer und ihrer Freunde e.V. Würzburg standen der Produktion beratend und mit einem Coaching im Umgang mit dem Rollstuhl zur Seite.

Regieteam

Wolfgang Michalek (Regie), Catharina Gormanns (Bühnen- und Kostümbild), Philine Bamberger (Dramaturgie), Pauline Kuhn (Video), Laura Legge (Video)

Besetzung

Linda Rohrer (Wanda), Geronimo Hartig (Der Meister), Julia Baukus (Lynn), Laura Storz (Desiree), Nils van der Horst (Schulze), Eva-Lina Wenners (Kai)

Veranstaltungsort: Mainfranken Theater Würzburg, Probebühne

Die nächsten Termine

22.2.26 | 15:00 Uhr
25.2.26 | 19:30 Uhr
2.3.26 | 10:00 Uhr (Schulvorstellung)
3.3.26 | 10:00 Uhr (Schulvorstellung)
4.3.26 | 10:00 Uhr (Schulvorstellung)
17.3.26 | 10:00 Uhr (Schulvorstellung)

Weitere Vorstellungstermine und Infos finden sich unter: mainfrankentheater.de/wanda. Tickets für alle Veranstaltungen sind erhältlich über den Online-Spielplan oder per Mail an karten@mainfrankentheater.de sowie telefonisch unter +49 931 375-375 oder zu den Öffnungszeiten an der Theaterkasse im Theaterneubau.
Nr. 7/2026 | 16.2.26
Gala auf Einladung der Vogel Stiftung Dr. Eckernkamp

KUNST ANSTIFTEN! – Die Best-of-Theatergala
am 14. März im Kleinen Haus

WÜRZBURG, 16. Februar – Das Mainfranken Theater Würzburg präsentiert auf Einladung der Vogel Stiftung Dr. Eckernkamp und in Kooperation mit seinem Theater- und Orchesterförderverein am 14. März im Kleinen Haus eine Best-of-Theatergala mit dem Titel KUNST ANSTIFTEN! Auf dem Programm stehen Höhepunkte der aktuellen Spielzeit aus Musiktheater, Schauspiel, Tanz und Konzert.
Von der großen Oper bis zur feinsinnigen Kammermusik, von der mitreißenden Choreografie bis zum intimen Bühnenmoment, vom kultigen Gassenhauer bis zum eigens für Würzburg kreierten Format – in der Best-of-Theatergala KUNST ANSTIFTEN! präsentieren die Künstlerinnen und Künstler des Mainfranken Theaters auf Einladung der Vogel Stiftung Dr. Eckernkamp und in Kooperation mit seinem Theater- und Orchesterförderverein ein Programm voller Kostbarkeiten der aktuellen Saison – und noch etwas mehr.

Nach der erfolgreichen ersten Veranstaltung, die in der vergangenen Spielzeit anlässlich des 25. Gründungsjubiläums der Vogel Stiftung Dr. Eckernkamp stattfand, soll mit dieser zweiten Ausgabe nun ein jährliches Format etabliert werden. KUNST ANSTIFTEN! ist dabei Benefizveranstaltung und kulturelles Highlight gleichermaßen. Kultur zelebrieren und Kultur fördern – das ist das Ziel. „In irritierenden Zeiten wie diesen brauchen wir mehr Kultur! Zur Orientierung, zur Entspannung, zur Motivation, zur Anregung und zur Beruhigung“, begründet Dr. Gunther Schunk, Vorstand der Vogel Stiftung Dr. Eckernkamp, sein Bestreben nach einer regelmäßigen Kooperation, die im Galaformat die Vielfältigkeit des Mainfranken Theater Spielplans unter Beweis stellt. Prof. Dr. Ulrich Konrad, Vorsitzender des Theater- und Orchesterfördervereins, ergänzt: „Das Engagement der Vogel Stiftung Dr. Eckernkamp trifft in idealer Weise mit dem bürgerschaftlichen Einsatz für unser Theater durch den Förderverein zusammen.“

Intendant Georg Rootering: „An diesem Abend wird unser Haus seine große Leistungsfähigkeit zeigen. Unsere Künstlerinnen und Künstler präsentieren exklusive Ausschnitte aus dem aktuellen Programm und stellen die Vielfalt ihrer Kunst in den Mittelpunkt des Abends!“ Wir freuen uns über das beispielhafte und langjährige Engagement der Vogel Stiftung Dr. Eckernkamp und auf eine große Theatergala in unserem Theaterneubau, die niemand verpassen sollte", unterstreicht Geschäftsführender Direktor Dirk Terwey.

Freuen Sie sich auf einen Abend mit den Höhepunkten des Jahres aus Musiktheater, Schauspiel, Tanz und Konzert, der mit einem Sektempfang eröffnet wird und nach der Vorstellung seinen festlichen Ausklang findet.

KUNST ANSTIFTEN!
Sa 14. März 2026 | 19:30 Uhr, Sektempfang ab 19:00 Uhr | Kleines Haus

Weitere Infos finden Sie unter www.mainfrankentheater.de/zukunft. Tickets sind ab sofort über den Online-Spielplan, telefonisch unter +49 931 375-375, per Mail an karten@mainfrankentheater.de oder an der Theaterkasse im Theaterneubau erhältlich.
Nr. 5/2026 | 15.2.26
Inszenierung von Till Kleine-Möller im Kleinen Haus

Premiere am 15. Februar: Bertolt Brechts Dreigroschenoper am Mainfranken Theater

WÜRZBURG, 11. Februar – Am 15. Februar feiert Bertolt Brechts Die Dreigroschenoper mit Musik von Kurt Weill ihre Premiere. Die Produktion bringt das gesellschaftskritische Meisterwerk über Macht, Moral und ökonomische Zwänge auf die Bühne des Kleinen Hauses – eine Geschichte, die in ihrer Haltung bis heute nichts an Aktualität verloren hat. Die Inszenierung liegt in den Händen von Regisseur Till Kleine-Möller, der bereits mit viel Beachtung am Mainfranken Theater tätig war. In der vergangenen Spielzeit verantwortete er unter anderem die erfolgreiche Aufführung von Richard OBriens The Rocky Horror Show und brachte zuletzt Anthony Neilsons Frohes Fest auf die Bühne. Im Musiktheater inszenierte Kleine-Möller Carmen.
Zum Stück

Kleinganovenhochzeit! In einem Pferdestall im Londoner Stadtteil Soho heiratet der Bandit Macheath, genannt Mackie Messer, Polly Peachum, die Tochter des Bettlerkönigs. Zur Vermählung gratuliert dem glücklichen Paar neben Macheaths Spießgesellen auch der Polizeichef Tiger-Brown, der mit Mackie seit ihrer gemeinsamen Zeit bei der Armee befreundet ist und bei dessen zwielichtigen Geschäften regelmäßig beide Augen zudrückt. Was weder Brown noch Polly wissen: Nicht nur Polly, sondern auch Browns eigene Tochter Lucy ist Macheaths Verführungskünsten erlegen!

Pollys Vater, Jonathan Jeremiah Peachum, erfolgreicher Betreiber der Firma „Bettlers Freund“, hat bei der heimlich geschlossenen Ehe auch noch ein Wort mitzureden. Er strebt nicht nur die schnellstmögliche Scheidung des frischvermählten Paares an, sondern will Macheath für seine Untaten am liebsten gleich am Galgen sehen. Seine Frau Celia stellt Mackie Messer eine Falle: Sie besticht die „Huren von Soho“, die Mac auch prompt der Gendarmerie ausliefern, als dieser sie aller Warnungen zum Trotz wie jeden Donnerstag besuchen kommt. Während Macheath im Kerker von Old Bailey Pläne schmiedet, um der Hinrichtung zu entgehen, hat Polizeichef Brown ganz andere Sorgen: Der feierliche Krönungszug der Königin von England steht an – da ist ein sich androhender Aufstand der Hungerleidenden und Armen auf Londons Straßen das Letzte, was er gebrauchen kann …

1928 traf die Uraufführung der Dreigroschenoper mit ihrer schonungslosen Analyse der politischen Verhältnisse den Nerv der Weimarer Republik. Mit dem Komponisten Kurt Weill schuf Brecht eine Oper der „Bettler, Diebe und Huren“ – die sich im Gegensatz zum Bürgertum Moral nicht leisten können.

Besetzung

Martin Liema (Macheath)
Hannes Berg (J.J. Peachum / Trauerweidenwalter / Hure)
Nina Mohr (Celia Peachum / Hure)
Eva-Lina Wenners (Polly Peachum)
Zlatko Maltar (Tiger Brown)
Linda Rohrer (Lucy Brown / Münzmatthias / Hure)
Laura Storz (Spelunkenjenny / Sägerobert)
Geronimo Hartig (Filch / Hakenfingerjakob)
Nils van der Horst (Smith / Ede / Hure)

Statisterie des Mainfranken Theaters

Band

André Petrick / Eva Herberhold (Klarinette, Sopransaxophon, Tenorsaxophon)
Magdalena Busler / Eva Herberhold (Kleine Flöte, Flöte, Klarinette, Altsaxophon)
Maik Bräutigam / Klaus Wangorsch(Trompete)
Lukas Grimm (Posaune)
Adrian Sieber (Banjo, Gitarre, Hawaii-Gitarre, Akkordeon, Violoncello, Trompete)
Tobias Schirmer (Pauken, Schlagzeug, Kontrabass, Trompete)
Jieun Baek (Harmonium, Klavier)

Team

Musikalische Leitung: Adrian Sieber
Regie, Bühnenbild, Choreografie, Licht: Till Kleine-Möller
Co-Bühnenbild, Video: Chris Leon Wedtrat
Kostüme: Sara Naranjo
Dramaturgie: Philine Bamberger
Dramaturgie: Barbara Bily

Die nächsten Termine

15.2.26 | 18:00 Uhr
18.2.26 | 19:30 Uhr
21.2.26 | 19:30 Uhr
24.2.26 | 19:30 Uhr
1.3.26 | 18:00 Uhr

Veranstaltungsort: Mainfranken Theater Würzburg, Kleines Haus

Weitere Vorstellungstermine und Infos finden sich unter: mainfrankentheater.de/dreigroschenoper. Restkarten für einzelne Vorstellungen sind erhältlich über den Online-Spielplan oder per Mail an karten@mainfrankentheater.de sowie telefonisch unter +49 931 375-375 oder zu den Öffnungszeiten an der Theaterkasse im Theaterneubau.
Nr. 6/2026 | 11.2.26
Schauspiel nach Dietrich Garstka vertritt das Mainfranken Theater

"Das schweigende Klassenzimmer" bei den 40. Bayerischen Theatertagen in Regensburg

WÜRZBURG, 11. Februar - Mit der Inszenierung DAS SCHWEIGENDE KLASSENZIMMER präsentiert das Mainfranken Theater Würzburg dokumentarisches Theater mit zeitgeschichtlicher Begleitung bei den Bayerischen Theatertagen 2026. Sie finden vom 8. bis 25. Mai am Theater Regensburg statt.
Die Inszenierung basiert auf dem gleichnamigen Erinnerungsbuch von Dietrich Garstka. Sie erzählt die Geschichte einer 12. Klasse in der DDR, die im Herbst 1956 mit einer Schweigeminute ein Zeichen der Solidarität mit den Opfern des Ungarn-Aufstands setzt – ein Akt des Widerstands mit erheblichen Konsequenzen.

Regie führt Anna Stiepani, die Garstkas bewegende und historisch relevante Erzählung in einer gemeinsam mit Dramaturgin Barbara Bily erarbeiteten Fassung auf die Bühne bringt.

In Zusammenarbeit mit dem Institut für Deutschlandforschung der Ruhr-Universität Bochum und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur werden die Aufführungen durch Zeitzeugengespräche als festen Bestandteil des Projektes ergänzt. Seit der Premiere der Uraufführung auf der Probebühne des Mainfranken Theaters im Jahr 2024 haben sich diese Dialogformate zur DDR-Geschichte zu einem zentralen Element der Vermittlung entwickelt und werden – auch im Rahmen des Gastspiels bei den Bayerischen Theatertagen – fortgeführt.

Die Einladung zu den Bayerischen Theatertagen 2026 würdigt die gesellschaftliche Bedeutung der Produktion. Mit ihrer Mischung aus szenischer Präzision, historischer Authentizität und pädagogischer Tiefe leistet DAS SCHWEIGENDE KLASSENZIMMER einen wichtigen Beitrag zur Auseinandersetzung mit deutscher Zeitgeschichte und der Förderung historischer Erinnerung.

DAS SCHWEIGENDE KLASSENZIMMER (Uraufführung)
von Dietrich Garstka, in einer Fassung von Barbara Bily und Anna Stiepani.

Regie: Anna Stiepani | Bühnen- und Kostümbild: Anna Wörl | Dramaturgie: Barbara Bily | Musik: Adrian Sieber | Licht: Anna Stiepani und Anna Wörl

Mit: Eva-Lina Wenners, Julia Baukus, Nils David Bannert, Nils van der Horst, Patricia Schäfer, Tom Klenk
Nr. 4/2026 | 10.2.26
Auktion im Rahmen der Initiative "Orchester des Wandels"

Versteigerung von privaten Kammerkonzerten startet

WÜRZBURG, 10. Februar – Zugunsten der Initiative „Orchester des Wandels“ werden fünf verschiedene private Kammerkonzerte mit Musikerinnen und Musikern des Philharmonischen Orchesters Würzburg versteigert. Gebote können vom 22. Februar bis 1. März abgegeben werden.
Im Jahr 2022 haben sich die Musikerinnen und Musiker des Philharmonischen Orchesters Würzburg der Initiative „Orchester des Wandels“ angeschlossen, in der sie sich mit verschiedenen Projekten aktiv für den Klima- und Naturschutz einsetzen. Mit der Ersteigerung von privaten Kammerkonzerten können im Rahmen dieser Initiative Wiederaufforstungsprojekte in Madagaskar und Brasilien unterstützt werden.
Folgende Programme stehen zu Auswahl:

  • „Slawische Komponisten“ mit Yuliia Bielitska, Yulim Kim, Ekaterina Zubkova, Lukas Barmann und Silvia Vassallo-Paleologo
  • „Klassiker mit Würze“ mit Sophia Huschle, Sara Birringer, Makoto Sudo und Matthias Steinkrauß
  • „Die drei Zauberflöten“ mit Stefan Albers, Young-Zoo Ko-Albers und Corinna Döring-Aldibs
  • „Französische Komponisten“ mit Sara Birringer, Peter David, Christina Kerscher, Matthias Steinkrauß und Silvia Vassallo-Paleologo
  • „Bläsermusik“ mit Corinna Döring-Aldibs, Sophia Huschle, Claudia Mendel, Ivan Gerasimov und Evan Williams

Vom 22. Februar bis 1. März können Gebote unter https://airauctioneer.com/orchester-des-wandels-philharmonisches-orchester-wurzburg abgegeben werden. Das Mindestgebot liegt bei 250 €. Im Anschluss folgt die Terminfindung für das jeweilige Konzert. Alle Programme sollen im Laufe des Kalenderjahres 2026 stattfinden. Weitere Infos zur Initiative finden Sie auf der Webseite des Mainfranken Theaters.
Nr. 3/2026 | 3.2.26
Inszenierung von Tamó Gvenetadze auf der Probebühne

Premiere am 7. Februar: Uraufführung von Annika Henrichs Schauspiel 'Das Rathaus − Liebe Leute'

WÜRZBURG, 3. Februar – Mit der Uraufführung Das Rathaus – Liebe Leute beschäftigt sich das Mainfranken Theater Würzburg in der Gegenwartsdramatik nach Jeeps und Der Fiskus in dieser Spielzeit erneut mit einer Institution unserer Demokratie. Das Stück der Leipziger Autorin Annika Henrich entstand im Rahmen des Leonhard- Frank-Stipendiums für das Mainfranken Theater Würzburg und fragt humorvoll und pointiert nach der (Un-)Möglichkeit von gesellschaftlichem Zusammenhalt und dem Herz des Gemeinwesens. Die Premiere ist am 7. Februar auf der Probebühne.
Über das Stück

Das Rathaus – ein Ort für die Menschen, Herz des Gemeinwesens, Tempel der Demokratie. Im Würzburger Rathaus warten die anonymen Bürger:innen A und B darauf, dass endlich ihre Nummern aufgerufen und sie zu ihrem Termin vorgelassen werden. Die Digitalanzeige zeigt seit geraumer Zeit unverändert die 92 an. A hat die Nummer 54 gezogen, B die 112. Ob die Anzeige hoch- oder runterzählt, lässt sich nicht ermitteln – es bewegt sich nichts. Des Weiteren halten sich im Rathaus auf: eine Standesbeamtin mit Liebeskummer, die sich beim Schreiben ihrer Traureden von der hauseigenen Grafeneckart- KI (GrEck-GPT) beraten lässt und die Frau mit dem Hund, die, seitdem sie sich einen Hund zugelegt hat, nur noch viel einsamer geworden ist.
Als sich auf einmal die elektronischen Schiebetüren des Bürgeramts nicht mehr öffnen lassen, werden die vier einsamen Gestalten zu einer Schicksalsgemeinschaft. Was hat sie eigentlich ins Rathaus geführt? Mit welchen Anliegen und Wünschen wenden sie sich an den Staat? Was kann man vom Rathaus, der Politik, der Gemeinschaft überhaupt noch erwarten?
Und kurz sieht es so aus, als ließe sich über den direkten Austausch der Menschen miteinander ein Bewusstsein für gemeinsam geteilte Ängste und Bedürfnisse schaffen und das demokratische Gemeinwesen neu begründen. Doch was wird davon übrigbleiben, sobald sich die Rathaustüren wieder öffnen?
Leonhard-Frank-Stipendiatin Annika Henrich macht sich mit viel Humor und klarem Blick für die Widersprüchlichkeiten der menschlichen Existenz auf die Suche nach den Grundlagen unserer Gemeinschaft.

Team

Regie führt Tamó Gvenetadze. Sie ist nach ihrer Inszenierung von In den Alpen in der Spielzeit 2024/25 zum zweiten Mal am Mainfranken Theater zu Gast. Für Bühnen- und Kostümbild zeichnet Nikolai Kuchin verantwortlich. Die Dramaturgie übernimmt Tim Puls.

Besetzung

Toomas Täht (Wartender A), Loris Kubeng (Wartender B), Julia Baukus (Standesbeamtin), Patricia Schäfer (Die Frau mit dem Hund)

Die nächsten Termine

11.2.26 | 19:30 Uhr
14.2.26 | 19:30 Uhr
18.3.26 | 19:30 Uhr
21.3.26 | 19:30 Uhr
26.4.26 | 18:00 Uhr

Veranstaltungsort: Mainfranken Theater Würzburg, Probebühne

Weitere Vorstellungstermine und Infos finden sich unter: mainfrankentheater.de/rathaus. Tickets für alle Veranstaltungen sind erhältlich über den Online-Spielplan oder per Mail an karten@mainfrankentheater.de sowie telefonisch unter +49 931 375-375 oder zu den Öffnungszeiten an der Theaterkasse im Theaterneubau.
Nr. 2/2026 | 28.1.26
Tanzkreation von Dominique Dumais

Uraufführung von BRIEFE AN ... am 31. Januar im Kleinen Haus

WÜRZBURG, 28. Januar – Briefe an... schlägt eine Brücke zwischen der Handbewegung, dem Sich-Ausdrücken mit Stift und Papier sowie dem Sich-Ausdrücken in Tanzbewegungen, dem Schreiben mit dem eigenen Körper im Raum. Die neue Produktion in der Choreografie von Ballettdirektorin Dominique Dumais kommt am 31. Januar im Kleinen Haus des Mainfranken Theaters zur Uraufführung.
Über das Stück

Neben den Inhalten ausgewählter Briefe geht es in dem Stück um das Schreiben selbst, die Handschrift, die einen Brief persönlich macht. Was steckt hinter dem Akt des Schreibens? Ein Brief enthält immer mehr als nur Worte. Die Handschrift spiegelt die Persönlichkeit wider, im Gegensatz zu unpersönlichen gedruckten Buchstaben, wie sie beispielsweise in einer E-Mail zu finden sind. Als Empfängerin oder Empfänger wiederum hält man mit einem Brief etwas Konkretes und Persönliches in den Händen, in gewisser Weise einen Teil der Verfasserin oder des Verfassers. Briefe tragen Bedeutung. Sie sind Artefakte unserer persönlichen und gesellschaftlichen Geschichte.

Dominique Dumais beschreibt ihren Vorgang bei der Umsetzung des Themas und der Brieftexte in Choreografie folgendermaßen: „Briefe spiegeln Menschsein wider. Es gibt viele Möglichkeiten des Einstiegs oder des Anknüpfens für die Übersetzung in Tanz: die Emotionen, der Inhalt (Thema), die grammatikalische Zeichensetzung (Rhythmus), die Form der Buchstaben einer Handschrift (Form, Gestalt), die Wortwahl (Melodie der Sprache). Auch Wiederholungen sind ein interessantes Motiv für den Tanz, ebenso wie die Betonungen innerhalb eines Satzes. Selbst der Klang der Wörter kann zu einer interessanten Geste oder rhythmischen Wendung inspirieren.“ Den Kreationsprozess fing die Choreografin mit einer Schreibübung für das Tanzensemble an: Jedes Mitglied sollte zuerst selbstständig einen handschriftlichen Brief verfassen und diesen dann in tänzerische Bewegung übertragen. Das Bewegungsmaterial dieser individuellen Choreografien der Tänzerinnen und Tänzer wurde mit in die Choreografie von Dominique Dumais verflochten. So werden die individuellen Persönlichkeiten des Ensembles sichtbar und das Stück kommt zugleich durch die Bewegungssprache und künstlerische Stimme der Ballettdirektorin zu einem Ganzen zusammen.

Die Auswahl an Texten umfasst Liebesbriefe, berühmte Korrespondenzen oder auch Tagebucheinträge im Sinne eines „Schreibens an sich selbst“. Die Texte sind als Teil des Sounddesigns im Stück zu hören. Eingesprochen wurden sie von Mitgliedern des Schauspielensembles, um den unterschiedlichen Verfasserinnen und Verfassern eine Stimme zu verleihen.
Neben der Einspielung der Brief-Texte wird der Klangraum des Stücks durch einen Pianisten auf der Bühne gestaltet. Dominique Dumais stellte gemeinsam mit Jazz-Pianist Rainer Böhm eine Auswahl seiner Klavierkompositionen für das Programm zusammen.

Besetzung

Tanzcompagnie des Mainfranken Theaters Würzburg: Chiara Bergamini, Debora Di Biagi, Ria Girard, Ya-Chin Huang, Mirko Ingrao, Tyrel Larson, Christian Lavigne, Blai López Sánchez, Matisse Maitland, Yester Mulens García, Jacob Noble, Maya Tenzer, Alba Valenciano López

Am Klavier auf der Bühne begleiten Rainer Böhm, alternierend mit Philipp Schuhmacher die Tänzerinnen und Tänzer.

Die nächsten Termine

8.2.26 | 18:00 Uhr
19.2.26 | 19:30 Uhr
27.2.26 | 19:30 Uhr
11.3.26 | 19:30 Uhr
13.3.26 | 19:30 Uhr

Veranstaltungsort: Mainfranken Theater Würzburg, Kleines Haus

Weitere Vorstellungstermine und Infos finden sich unter: mainfrankentheater.de/briefe. Tickets für alle Veranstaltungen sind erhältlich über den Online-Spielplan oder per Mail an karten@mainfrankentheater.de sowie telefonisch unter +49 931 375-375 oder zu den Öffnungszeiten an der Theaterkasse im Theaterneubau.
Nr. 1/2026 | 7.1.26
Spartenleitungen für die Spielzeit 2026/27 komplett

Ingo Putz wird Schauspieldirektor, Andreas Rosar Operndirektor

WÜRZBURG, 7. Januar – Das Mainfranken Theater Würzburg gibt heute zwei zentrale Neubesetzungen bekannt: Ab der Spielzeit 2026/2027 wird Andreas Rosar die Operndirektion des Mainfranken Theaters übernehmen. Ingo Putz wird neuer Schauspieldirektor.
„Mit Andreas Rosar und Ingo Putz ist es uns gelungen, zwei herausragende, deutschlandweit anerkannte Meister ihres Faches zu verpflichten. Mit ihrem Enthusiasmus und handwerklichem Können werden wir gemeinsam mit den anderen Spartenleiterinnen und Spartenleitern das Mainfranken Theater ästhetisch und inhaltlich weiter nach vorne bringen“, freut sich der designierte Intendant Daniel Morgenroth.

Andreas Rosar studierte in Mainz und Rom Philosophie und Theologie. Nach seinem Studium assistierte der gebürtige Saarländer Regisseuren wie Frank Castorf, Peter Konwitschny, Barrie Kosky, Anna-Sophie Mahler, Hans Neuenfels, Thomas Schulte-Michels, Dmitri Tcherniakov, Beat Wyrsch und anderen. Eine langjährige Zusammenarbeit als Spielleiter verbindet ihn seit 2009 mit den Bayreuther Festspielen. Seit seinem Regiedebüt mit der Schweizer Erstaufführung von Händels Ezio 2010 inszeniert er Werke vom Barock bis in die Gegenwart an Häusern im gesamten deutschsprachigen Raum. Für seine Inszenierung von Mysliveceks Antigona am Ungarischen Nationaltheater Szeged erhielt er den ARTE France Audience Award. Seit 2024 arbeitet er zudem als Künstlerischer Betriebsdirektor am Theater Trier.

„Ich freue mich sehr, mit den Kolleginnen und Kollegen des Mainfrankentheaters für die Menschen aus Würzburg und Unterfranken Musiktheater als Echoraum unserer Gegenwart erlebbar werden zu lassen und so die große Tradition dieses Theaters mit fortschreiben zu dürfen“, teilt Andreas Rosar mit.

Ingo Putz arbeitet seit 2007 als freier Regisseur und Schauspielmusiker mit Regiearbeiten u.a. am Oldenburgischen Staatstheater, Landestheater Linz, Staatstheater Cottbus, Theater Kiel und dem Pfalztheater Kaiserslautern. In den Spielzeiten 2016/17 bis 2018/­19 leitete er die junge Sparte am Theater Konstanz (JTK). Seit der Spielzeit 2020/21 ist er Schauspieldirektor am Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau. Seine bisher über 70 Regiearbeiten umfassen neben dem klassischen Repertoire auch zahlreiche Uraufführungen, u.a. von Thomas Köck, Caren Jeß, Thomas Arzt, John von Düffel und Lukas Rietzschel. Er wurde 2014 und 2024 erneut mit dem Hamburger Theaterpreis Rolf Mares ausgezeichnet sowie 2018 mit dem Monica Bleibtreu Preis. Seine Inszenierung Das beispielhafte Leben des Samuel W. wurde zu den Autor:innentheatertagen am Deutschen Theater in Berlin, dem Heidelberger Stückemarkt sowie den Mühlheimer Theatertagen eingeladen. „Der Neustart in Würzburg macht große Lust mit einem so motivierten Team. Ich freue mich auf diese lebendige Stadt und das tolle Ensemble“, so Ingo Putz.

Mit dem künstlerischen Leitungsteam, dem auch Ballettdirektorin Dominique Dumais und Generalmusikdirektor Mark Rohde angehören, hat Daniel Morgenroth für die erste Spielzeit seiner Intendanz bereits ein vollständiges Programm erarbeitet, dessen Veröffentlichung im Frühjahr 2026 erfolgt.

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