Nr. 04/2023 | 2.2.2023
Von Königen über Künstler bis hin zum Computerspiel

Highlights des Februar-Spielplans

Würzburg, 2. Februar − Nach der erfolgreichen Premiere der Mozart-Oper „La clemenza di Tito" präsentiert das Mainfranken Theater im Februar weitere Highlights seines Spielplans, darunter die Premiere des Klassenzimmerstücks „ENTER! Sara Tannen" und letztmals die Oper „Hoffmanns Erzählungen" am 24. Februar.
Im Februar gibt es vier Gelegenheiten, „La clemenza di Tito" in der Inszenierung von Clara Kalus zu besuchen: am 5. Februar sowie am 15., 22. und 25. Februar in der Theaterfabrik Blaue Halle.

Das Klassenzimmerstück „ENTER! Sara Tannen" erweitert das theaterpädagogische Angebot Theater to go des Mainfranken Theaters. Die Inszenierung von Annalena Maas hat am 3. Februar im Siebold-Gymnasium Premiere. „ENTER!" ist ein mobiles Klassenzimmerstück, das sich der komplexen Thematik der Parallelität von analogem und digitalem Leben widmet und eines der großen Freizeitprogramme der Schüler:innen, das Gaming, thematisiert. Sara (gespielt von Ensemblemitglied Isabella Szendzielorz) betritt am Premierentag als virtuelle Spielfigur den analogen Klassenraum.

Extra für Schulen bietet das Mainfranken Theater das Tanzstück „Alice im Wunderland" in der Theaterfabrik Blaue Halle am 8. Februar an. Dies wird seit der Corona-Pandemie die erste für Schulen geschlossene Veranstaltung sein.

Beim 3. Sinfoniekonzert präsentiert sich Mezzosopranistin Vero Miller, neues Mitglied des Opernensembles am Mainfranken Theater, an der Seite des Philharmonischen Orchesters unter der Leitung von Gastdirigent Marc Tardue mit Hector Berlioz' Liederzyklus „Les nuits d'été" im Konzertsaal der Hochschule für Musik.

Neben der Vorstellung am 4. Februar bringt das Mainfranken Theater unter der musikalischen Leitung von Carlo Benedetto Cimento Jacques Offenbachs Oper „Hoffmanns Erzählungen" in der Inszenierung von Nicole Claudia Weber am Freitag, 24. Februar ein letztes Mal auf die Bühne der Theaterfabrik Blaue Halle.

Das 4. Kammerkonzert am 26. Februar im Toscanasaal der Residenz rundet den musikalischen Monat Februar ab. Silke Evers, Silvia Vassallo Paleologo und Evan Williams präsentieren mit Gesang, Klavier und Horn Werke von Franz Schubert über Richard Strauss bis zu modernen und zeitgenössischen Kompositionen von Paul Dukas und Volker David Kirchner.

Karten für alle Termine sind bereits erhältlich über den Online-Spielplan, telefonisch unter +49 931 3908 124, per Mail an karten@mainfrankentheater.de oder an der Theaterkasse im Falkenhaus.
Nr.03/2023 | 1.2.2023
Klassenzimmerstück erweitert Angebot der Theaterpädagogik

Theater to go: Premiere von „ENTER! Sara Tannen"

Würzburg, 1. Februar - Das Klassenzimmerstück in der Inszenierung von Annalena Maas kommt am 3. Februar im Siebold-Gymnasium zur Premiere. Neben „Käpten Taumel" und „Klamms Krieg" bringt das Mainfranken Theater mit „ENTER! Sara Tannen" ein weiteres mobiles Theaterstück an die Schulen.
„ENTER! Sara Tannen" setzt sich mit der komplexen Thematik der Parallelität von analogem und digitalem Leben auseinander und beschäftigt sich mit einem der großen Freizeitprogramme der Schüler:innen, dem Gaming. Ensemblemitglied Isabella Szendzielorz verkörpert Sara Tannen, die als virtuelle Figur in ein reales Klassenzimmer tritt und auf Schüler:innen trifft.

„ENTER! Sara Tannen" ist für 4. - 7. Klasse empfohlen. Interessierte Schulen und Institutionen können die Klassenzimmerstücke online auf der Homepage oder per Mail an plattformx@mainfrankentheater.de buchen.

Die theaterpädagogische plattformX des Mainfranken Theaters bietet im Rahmen von theater to go mobile Theaterstücke für verschiedene Altersstufen an. Dabei handelt es sich um speziell für Schulen und öffentliche Einrichtungen konzipierte Produktionen.

Weitere buchbare Klassenzimmerproduktionen sind:

  • „Käpten Taumel" für die 1.-3. Klasse
  • „Klamms Krieg" ab der 10. Klasse sowie für Berufsschulen, Universitäten und ähnliche Einrichtungen der Erwachsenenbildung

Nähere Informationen zu den mobilen Theaterstücken sowie Buchungsinformationen sind auch über die Theaterpädagogische Abteilung erhältlich.

Kontakt:
JENNY HOLZER
LEITERIN PLATTFORMX THEATERPÄDAGOGIK, SCHWERPUNKT SCHAUSPIEL
jenny.holzer@stadt.wuerzburg.de
T +49 931 9308-231

Nr. 02/2023 | 18.1.2023
Mozarts letzte Oper feiert am 28. Januar in der Theaterfabrik Blaue Halle Premiere

"La clemenza di Tito" am Mainfranken Theater

Würzburg, 18. Januar – mit seiner dritten Musiktheater-Produktion bringt das Mainfranken Theater ab 28. Januar Mozarts Oper „La clemenza di Tito" auf die Bühne in der Theaterfabrik Blaue Halle. In der Inszenierung von Clara Kalus entwirft der römische Kaiser Titus seine Vision des sanftmütigen Herrschers.
Über das Werk

Die Oper handelt vom römischen Kaiser Titus, dargestellt als tugendreicher und sanftmütiger Herrscher; ungeachtet der Tatsache, dass der historische Titus als General im Jahr 70 n. Chr. maßgeblich an der Zerstörung Jerusalems beteiligt war. Vitellia, Tochter des gestürzten Kaisers Vitellius, stiftet ihren Geliebten Sextus zum Attentat auf den Kaiser an. Obwohl die Intrige am Ende aufgedeckt wird und Sextus seine Schuld bekennt, vergibt Titus allen und entwirft seine Vision eines großmütigen Herrschers.

Im Juli 1791 – die Komposition der „Zauberflöte“ war bereits in vollem Gange – erhielt Mozart den Auftrag der böhmischen Stände, aus Anlass der Krönung Kaiser Leopolds II. zum König von Böhmen die offizielle Festoper zu schreiben. Das vorgegebene Libretto stammte von Pietro Metastasio, dem bedeutendsten Librettisten des 18. Jahrhunderts, der den Text bereits 1734 verfasst hatte. Mit Metastasios Text war der „Titus“ in der Folge durch Komponisten wie Antonio Caldara, Johann Adolf Hasse, Christoph Willibald Gluck oder Baldassare Galuppi vertont worden. Für Mozart richtete der am Dresdner Hof wirkende Caterino Mazzolà das Textbuch vollkommen neu ein. Die starre und mittlerweile veraltete Abfolge von Rezitativ und Arie in der Vorlage löste er auf und fügte stattdessen Duette, Terzette und weitere Ensemblesätze sowie große Chorbilder ein. Aus den ursprünglichen drei Akten formte er einen modernen Zweiakter. In Prag, wo der „Titus“ am 6. September 1791 erstmals über die Bühne ging, hatte Mozart mit „Figaros Hochzeit“ und „Don Giovanni“ seine größten Triumphe gefeiert. So wundert es nicht, dass er den Auftrag schließlich annahm und sich erstmals seit dem „Idomeneo“ von 1781 wieder der Form der großen Opera seria zuwandte.

Das Regieteam

Als Regisseurin der Neuinszenierung von Mozarts „La clemenza di Tito“ ist erstmals Clara Kalus am Mainfranken Theater zu Gast. In Münster geboren, arbeitete Clara Kalus bereits während ihres Studiums als Regieassistentin mit Regisseur:innen wie Lorenzo Fioroni, Eva-Maria Höckmayr, Ingo Kerkhoff, Nadja Loschky, Florian Lutz, Lydia Steier sowie Dietrich Hilsdorf, mit dem sie seit ihrer Tätigkeit als Kinder- und Kleindarstellerin am Theater Münster (1992-2007) eine langjährige Zusammenarbeit verbindet. Als freischaffende Regisseurin hat sie seit 2014 eigene Inszenierungen unter anderem am Deutschen Nationaltheater Weimar, an den Theatern in Osnabrück, Lübeck und Heidelberg sowie bei den Händel-Festspielen in Halle vorgelegt. Zuletzt brachte sie im Dezember 2022 Pierangelo Valtinonis Oper „Alice im Wunderland“ am Theater für Niedersachsen in Hildesheim auf die Bühne.
An ihrer Seite konnte mit Dieter Richter einer der renommiertesten Bühnenbildner der Musiktheater-Landschaft gewonnen werden. Seit über drei Jahrzehnten ist Dieter Richter regelmäßig an den großen Theatern und Opernhäusern Deutschlands und Europas zu Gast, darunter das Gran Teatre del Liceu in Barcelona, die Komische Oper und die Deutsche Oper Berlin, das Schauspiel und die Oper Bonn, das Staatstheater Wiesbaden, das Sydney Opera House, die Oper Frankfurt, die Deutsche Oper am Rhein, das Staatstheater Nürnberg und die Opernhäuser von Bordeaux und Nizza. Neben zahlreichen nationalen Nominierungen als „bester Bühnenbildner“ wurde Richter 2018 auch in London bei den International Opera Awards für die Kategorie Best Designer nominiert.
Ebenfalls erstmals am Mainfranken Theater zu Gast ist Kostümbildnerin Katharina Weissenborn. Nach ihrem Studium an der Staatlichen Akademie der bildenden Künste Stuttgart folgten u.a. freie Trickfilmproduktionen im Auftrag des ZDF sowie zahlreiche Einladungen zu internationalen Filmfestivals. Als Kostümbildnerin für Oper und Schauspiel ist sie regelmäßig u.a. am Opernhaus Zürich, an der Nationaloper Helsinki, an Oper und Schauspiel Frankfurt, der Semperoper Dresden, am Thalia Theater Hamburg und Schauspielhaus Bochum, an den Theatern Basel, Oberhausen sowie an den Staatstheatern Hannover und Augsburg, am Schauspiel Köln, Schauspielhaus Zürich und an der Staatsoper Stuttgart zu Gast.

Die Besetzung

Alle Partien sind aus den Reihen des Würzburger Opernensembles besetzt. Als Interpret des Titus Vespasianus gibt der mexikanische Tenor Roberto Ortiz erneut ein Debüt in einer herausragenden Partie seines Fachs. Silke Evers, zuletzt als Antonia in Offenbachs „Hoffmanns Erzählungen“ in Würzburg gefeiert, ist als Vitellia zu erleben.
Mit besonderer Spannung wird das Rollendebüt von Vero Miller als Titus' Freund Sextus erwartet. Mit dieser herausragenden Partie des lyrischen Mezzosopran-Fachs feiert Vero Miller zudem ihre erste Premiere als Mitglied im Opernensemble des Mainfranken Theaters.
In den weiteren Partien sind Barbara Schöller (Annio), Ihor Tsarkov (Publio) sowie die gerade erst mit dem Theaterpreis 2022 ausgezeichnete Akiho Tsujii (Servilia) zu sehen und zu hören.
Ferner wirken der Opernchor und der Extrachor des Mainfranken Theaters in der Einstudierung von Chordirektor Sören Eckhoff sowie das Philharmonische Orchester Würzburg mit. Die musikalische Leitung liegt in den Händen des Ersten Kapellmeisters Gábor Hontvári.

Termine

Sa, 28.01.23 | 19:30 Uhr
Di, 31.01.23 | 19:30 Uhr
So, 5.2.23 | 15:00 Uhr
Mi, 15.2.23 | 19:30 Uhr
Mi, 22.2.23 |19:30 Uhr
Sa, 25.2.23 | 19:30 Uhr

Einführung jeweils 35 Minuten vor Vorstellungsbeginn. Karten
Nr. 01/2023 | 10.01.2022
FMP design engineering aus Schweinfurt übernimmt

Neuer Architekt für die Würzburger Theatersanierung vorgestellt

Würzburg, 10. Januar − Das Schweinfurter Architekturbüro FMP design engineering GmbH zeichnet ab sofort für den Bau und die Sanierung des Mainfranken Theaters verantwortlich. Aufgabenschwerpunkte sind dabei die Vervollständigung und Aktualisierung der bereits vorliegenden Planung, die Vorbereitung und Mitwirkung bei anstehenden Vergabeverfahren sowie die Überwachung und Koordinierung der noch ausstehenden Bauleistungen. Die Neuvergabe der Objektplanung wurde notwendig, nachdem der ursprüngliche Architekt im letzten Jahr aus dem Bauprojekt ausgeschieden war.
Gemeinsam mit Stadtbaurat Benjamin Scheider und Kulturreferent Achim Könneke begrüßte die Leitung des Mainfranken Theaters um Intendant Markus Trabusch und Geschäftsführendem Direktor Dirk Terwey das neue Planungsteam zum Arbeitsbeginn auf der Baustelle im Neubau des designierten Staatstheaters.

„Ich freue mich sehr, heute das Schweinfurter Architekturbüro FMP design engineering GmbH vorstellen zu können. Durch die Verpflichtung dieses leistungsstarken und erfahrenen neuen Planers ist jetzt die Voraussetzung dafür geschaffen, unser ambitioniertes Theaterbauprojekt konsequent voranzutreiben und erfolgreich abzuschließen. FMP besticht durch seine besondere Expertise bei der Übernahme von Bauprojekten in komplexen Störungsszenarien“ so Baureferent Benjamin Schneider zur Begrüßung. „Der Wechsel des Architekten zu einem so späten Zeitpunkt im Bauablauf ist für alle Beteiligten noch einmal eine ganz besondere Herausforderung und ein gravierender Einschnitt. Ich bin überzeugt davon, dass wir hierfür den richtigen Partner gefunden haben“ so Stadtbaurat Schneider weiter.

„Unsere Begeisterung für das Mainfranken Theater ist nicht gespielt“, so Sven Franke, Geschäftsführender Gesellschafter und Projektleiter der FMP design engineering aus Schweinfurt. „Neben der reinen Bauaufgabe ist natürlich unser unterfränkischer Bezug ein entscheidendes Kriterium für uns gewesen, uns um diese Aufgabe zu bewerben. Wir arbeiten von Franken aus für die Staats- und die Bundesbaubauverwaltung sowie für internationale Unternehmen. Wir kommen aus Schweinfurt, unsere Mitarbeitenden leben hier. Eine Baustelle in Würzburg ist für uns ein Stück zu Hause. Unser Wunsch ist es, dem Bauherren mit Tatkraft zu unterstützen, sein Projekt zu einem erfolgreichen Projekt zu machen.
Jedes Bauvorhaben ist bei aller Erfahrung des Planers, auch immer ein Prototyp. Wir sind nicht als Manager oder als Verwalter von Defiziten angetreten. Wir sind angetreten und beauftragt die Defizite zu erkennen, Lösungen zu erarbeiten und diese mit all unserer Erfahrung als Architekten, Ingenieure und Techniker auch umzusetzen“.
„Die erste Aufgabe wird sein im Neubau mit dem Kleinen Haus die formalen und technischen Bedingungen für eine zulässige Nutzung herzustellen. Gleichzeitig sind die Restleistungen so voran zu treiben, dass auch technisch ein Betrieb möglich wird“, erläuterte Franke die nächsten Schritte. „Parallel zu dieser ersten Aufgabe, und das wird der deutlich anspruchsvollere Teil sein, werden wir im zweiten Bauabschnitt der Bestandssanierung die Restleistungen der Rohbauarbeiten betreuen und die bestehende Planung in einen Zustand versetzen, der auch baulich durch Handwerker umgesetzt werden kann. Unser Ziel muss es sein, die Planung auf einen realisierbaren Weg zu bringen und diese dann baulich umzusetzen.“

Kulturreferent Achim Könneke ist indes sehr glücklich „dass wir das Team von FMP für das Konzept und die Vision der Würzburger Theatersanierung begeistern konnten“, und ergänzt: „ Die völlig berechtigten und notwendigen Diskussionen um bisherigen Zeitverzug und Kostenentwicklung bei der Umsetzung unseres Großbauprojektes verdecken sehr schnell die Projektvision, dass wir hier in Würzburg eines der spannendsten Theaterbauprojekte bundeweit umsetzen. Wir bauen ganz praktisch das Theater der Zukunft, öffnen das Haus baulich und inhaltlich zur Stadtgesellschaft und schaffen zeitgemäße Arbeitsplätze für die Beschäftigten. Wir verfügen bald über einen ganztägig geöffneten, attraktiven Begegnungsort für die Menschen im Zentrum ihrer Stadt. Ich freue mich hier im zukünftigen Foyer des Neubaus schon heute auf den Start der neuen Spielstätte“.

„Ich freue mich ganz besonders darauf, nun endlich ein Architektenteam an unserer Seite zu haben, dass die Nöte der Künstlerinnen und Künstler wahrnimmt und alles daransetzen wird, sowohl den Neubau so bald wie möglich fertigzustellen – als auch die Sanierung des Bestandsgebäudes mit höchster zeitlicher Priorität zu versehen.
Die Künstlerinnen und Künstler, alle Mitarbeitenden des Theaters und das Publikum warten schon sehr lange auf diesen Moment und haben es verdient, dass sich jetzt sehr bald der Vorhang hebt“, so Intendant Markus Trabusch bei der Begrüßung.

„Nun gilt es den Blick voraus zu richten. Das Kapitel PFP Planungs GmbH ist nun hier auf der Baustelle beendet“ so Geschäftsführender Direktor Dirk Terwey und gab noch einmal einen Ausblick auf die kommenden Monate: „Nach den massiven Störungen im bisherigen Bauverlauf wird es noch eine mehrmonatige Übergangszeit geben, bis sich alle Prozesse wieder eingespielt haben. Als Bauherr gilt es für uns zunächst sicherzustellen, dass das neue Architekturbüro FMP möglichst kurzfristig handlungsfähig sein wird. Die Vorlage eines verbindlichen Bauzeiten- und Projektplans ist mit dem neuen Planer für das Frühjahr, die Vorlage der Ausführungsplanung ist für den Frühsommer terminiert. Erst danach können die noch ausstehenden Vergabeverfahren für ausführende Gewerke umgesetzt werden. Voraussichtlich Ende 2023 starten die weiteren Arbeiten im Bestandgebäude mit dem Erstellen einer dichten Gebäudehülle und der folgenden Umsetzung des Innenausbaus. Die Eröffnung des Bestandsgebäudes mit dem Großen Saal wird sich weit in das Jahr 2026 schieben, soweit ist es derzeit absehbar.
Gleichzeitig wird FMP die Unterlagen und Aussagen des bisherigen Architekten zu Kostenentwicklungen insbesondere für die noch ausstehenden Leistungen prüfen und, wo immer notwendig, aktualisieren. Für Aussagen zu Kostenentwicklungen benötigen wir jetzt zunächst diese fundierte Einschätzung. Aktuell gilt gemäß Stadtratsbeschluss aus dem Herbst 2021 weiter ein Budget für die gesamte Baumaßnahme in Höhe von 103 Mio. Euro“, so Terwey auf der heutigen Pressekonferenz.

Fotos der heutigen Veranstaltung finden sich hier zum Download.

KURZES UPDATE: KONZEPTION, PROJEKTSTAND UND AKTUELLE ORGANISATION SPIELBETRIEB
Nach dem kompletten Auszug des Theaters aus dem Bestandsgebäude im Sommer 2020 organisiert sich derzeit der gesamte Spielbetrieb des Mainfranken Theaters in der Interimsspielstätte Theaterfabrik Blaue Halle in der Dürrbachau bei der va-Q-tec AG. Das Philharmonische Orchester spielt seine Abokonzerte weiterhin in der Hochschule für Musik Würzburg. Das Theater hofft darauf, möglichst bald den Spielbetrieb im Theaterneubau mit dem Kleinen Haus aufzunehmen. Insbesondere die Schauspielsparte soll hier die dringend benötigte neue Spielstätte beziehen.

Die Gesamtmaßnahme Sanierung und Erweiterung des Mainfranken Theaters gliedert sich in zwei Bauabschnitte: Im Sommer 2018 startete der erste Bauabschnitt. Dieser Bauabschnitt umfasst den Neubau eines Kopfgebäudes mit einer Spielstätte, genannt „Kleines Haus“ (Theatersaal mit 330 Sitzplätzen), Foyerflächen, Ballettraum, Probebühnen und einer eigenständigen Gastronomie. Dieser Bauabschnitt befindet sich kurz vor der Fertigstellung. Der im Sommer 2020 begonnene zweite Bauabschnitt umfasst die Sanierung und Erweiterung des vormaligen Bestandsgebäudes mit dem Großen Haus (Theatersaal mit zukünftig rund 640 Sitzplätzen, mit Vollbühne und Orchestergraben) und Backstage-Bereich, dem ergänzenden Neubau eines Orchesterprobesaal und einer Kostümwerkstatt und weiteren Theaterfunktionsbereichen. Der zweite Bauabschnitt befindet sich im Rohbau. Mit der Fertigstellung des Rohbaus ist im Frühjahr 2023 zu rechnen.

Über das Vermögen des ursprünglich für die Objektplanung verantwortlich zeichnenden und nun ausgeschiedenen Architekturbüro PFP Planungs GmbH wurde am 1. Juli 2022 vom Amtsgericht Hamburg ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet. Bedingt durch dieses Insolvenzverfahren und der mangelhaften Performance bei der Planung und Umsetzung des Projektes der Würzburger Theatersanierung wurde der PFP Planungs GmbH durch den Bauherrn gekündigt.
Es wurde dabei zunächst sichergestellt, dass es zu keinem Baustillstand kommt, bis ein neues Planungsbüro die Arbeit aufnehmen kann. Dies ist gelungen. Ergänzend hatte sich PFP vertraglich verpflichtet, bis zum 31. Dezember 2022 den ersten Bauabschnitt (Neubau) bis zur Nutzungsaufnahme zu führen und im zweiten Bauabschnitt zumindest die Rohbauphase abzuschließen. Beide Ziele wurden klar verfehlt. Nun wurde das Kapitel PFP Planungs GmbH zum 31. Dezember 2022 endgültig beendet.
Nr.57/2022 | 31.12.2022
Verleihung im Rahmen des Konzerts zum Jahreswechsel

Sopranistin Akiho Tsujii mit dem Theaterpreis 2022 ausgezeichnet

Würzburg, 31. Dezember - Erstmals wieder seit drei Jahren fand am 30. Dezember in der Blauen Halle die Verleihung des Theaterpreises durch den Theater- und Orchesterförderverein des Mainfranken Theaters statt. Ausgezeichnet wurde in diesem Jahr die japanische Sopranistin Akiho Tsujii.
In seiner Laudatio würdigte Professor Ulrich Konrad, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins, Akiho Tsujii als eine Sängerin, die „wie nur wenige Vertreterinnen des gelegentlich verharmlosend als ‚naiv‘ charakterisierten lyrischen Koloraturfachs an die Grenzen des stimmlich Machbaren geht und in der szenischen Darstellung auf der Bühne zu den seelischen Abgründen der Figuren vorzudringen versucht: mit vollem Risiko, ohne Netz und doppelten Boden und im Bewusstsein, dass das Gelingen des Augenblicks keineswegs wie selbstverständlich ausgemacht ist.“

In Osaka geboren, absolvierte Akiho Tsujii ihr Gesangsstudium in Nagakute und in Leipzig. Nach Engagements im Thüringer Opernstudio und am Theater Altenburg-Gera gehört sie seit 2017 dem Opernensemble des Mainfranken Theaters an. Hier hat sie sich insbesondere mit ihren Interpretationen herausfordernder Partien bei Publikum und Kritik großes Ansehen erworben, unter anderem als Madame Mao (Nixon in China, 2018), Zerbinetta (Ariadne auf Naxos, 2019) und Gilda (Rigoletto, 2019) sowie zuletzt als Olympia in der Neuinszenierung von Hoffmanns Erzählungen". Mit Spannung erwartet wird im März 2023 ihr Debüt in der Titelpartie von Donizettis Lucia di Lammermoor". Auch im Konzert zum Jahreswechsel, in dessen Rahmen die Überreichung des Theaterpreises traditionell stattfindet, gab Akiho Tsujii – begleitet vom Philharmonischen Orchester Würzburg unter der Leitung von Generalmusikdirektor Enrico Calesso – mit Arien von Donizetti und Bellini sowie dem unsterblichen „Sempre libera“ aus Verdis „La traviata" Kostproben ihrer Gesangskunst.

Der Theaterpreis Würzburg wird seit 1995 vom Förderverein jährlich an eine Künstlerin oder einen Künstler des Mainfranken Theaters vergeben, die sich in ihrem bisherigen Wirken an diesem Haus in Musiktheater, Schauspiel, Tanz oder Konzert durch exzellente künstlerische Leistungen ausgezeichnet haben. Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert und wird von der Sparkasse Mainfranken Würzburg gesponsert.

Fotos der Preisträgerin finden sich hier zum Download.
Nr. 56/2022 | 23.12.2022
Ausblick auf die Highlights im Januar

Das Mainfranken Theater wünscht Frohe Weihnachten und einen guten Beschluss!

Würzburg, 23. Dezember - Das Mainfranken Theater bedankt sich für Ihre Verbundenheit und Treue in diesem Jahr und wünscht Ihnen erholsame Feiertage und einen guten Beschluss.
Mit Mozarts „La clemenza di Tito" in einer Inszenierung von Clara Kalus und unter der musikalischen Leitung von Gábor Hontvári präsentiert die Musiktheatersparte am 28. Januar in der Theaterfabrik Blaue Halle die erste Premiere des neuen Jahres.Die Oper handelt vom römischen Kaiser Titus, der hier – ungeachtet der Tatsache, dass der historische Titus maßgeblich an der Zerstörung Jerusalems beteiligt war – als tugendreicher und sanftmütiger Herrscher charakterisiert wird. Vitellia, Tochter des gestürzten Kaisers Vitellius, stiftet ihren Geliebten Sextus zum Attentat auf den Kaiser an. Obwohl die Intrige am Ende aufgedeckt wird und Sextus seine Schuld bekennt, vergibt Titus allen und entwirft seine Vision eines großmütigen Herrschers.

Im Januar stehen in der Theaterfabrik Blaue Halle alle bisherigen Neuproduktionen dieser Spielzeit auf dem Programm, darunter der Liederabend „Sehnsuchtswild!“ von und mit dem Schauspielensemble am 3. und 22. Januar. Für die Vorstellungen von Jacques Offenbachs „Hoffmanns Erzählungen“ begrüßt das Mainfranken Theater am 6. und 8. Januar Uwe Stickert und am 11. Januar Mickael Spadaccini in der Titelpartie des Hoffmann. Bei „Warten auf Godot“, Becketts Klassiker des absurden Theaters, ist das Publikum am 13., 14., 25. und 29. Januar eingeladen, die Protagonisten Wladimir und Estragon bei ihrer Art des Umgangs mit der völligen Ereignislosigkeit zu beobachten.

In einer Hommage an das Violoncello werden von den Cellisten des Philharmonischen Orchesters im 3. Kammerkonzert am 22. Januar im Toscanasaal der Würzburger Residenz Werke quer durch die Musikgeschichte, von Luigi Boccherini über Reinhold Glière und Wilhelm Fitzenhagen bis Krzysztof Penderecki dargeboten.

Genießen Sie die Weihnachtstage und starten Sie gut in das neue Jahr. Wir freuen uns, Sie in 2023 oder vorher beim Konzert zum Jahreswechsel am 30. Dezember begrüßen zu dürfen.
Nr. 55/2022 | 15.12.2022
Philharmonisches Orchester präsentiert Weihnachtskonzert und Konzert zum Jahreswechsel

Tschaikowskis schönste Melodien aus Der Nussknacker und Schwanensee sowie „Neujahr in Venedig"

Würzburg, 15. Dezember 2022 – Tschaikowskis schönste Melodien aus Der Nussknacker sowie Schwanensee präsentiert das Philharmonische Orchester im diesjährigen Weihnachtskonzert am 17. und 18. Dezember. Im traditionellen Konzert zum Jahreswechsel wird nach dem Motto „Neujahr in Venedig" musiziert.
Am vierten Adventswochenende sorgt das Philharmonische Orchester Würzburg unter Leitung des stellv. Generalmusikdirektors Gábor Hontvári mit seinem Weihnachtskonzert in der Theaterfabrik Blaue Halle am 17. und 18. Dezember für festliche Stimmung.

Neben Auszügen aus den bekannten Ballettkompositionen von Peter Tschaikowski wird auch dessen Fantasie-Ouvertüre Romeo und Julia erklingen – das Konzertprogramm erzählt die Liebesgeschichte von Romeo und Julia, die Sage von der verzauberten Schwanenprinzessin, die nur durch die wahre Liebe aus dem Bann eines bösen Zaubers erlöst werden kann, und von Klara, die in einer geheimnisvollen Winterwelt zusammen mit dem Nussknacker-Prinzen viele Abenteuer erlebt.

Beim traditionellen Konzert zum Jahreswechsel am 30. Dezember sowie am 1. und 2. Januar, diesmal unter dem Titel „Neujahr in Venedig", lässt das Philharmonische Orchester unter Leitung von Generalmusikdirektor Enrico Calesso gemeinsam mit dem Opern- und Extrachor des Mainfranken Theaters in der Theaterfabrik Blaue Halle das Jahr mit Werken aus dem großen italienischen Opernrepertoire fulminant ausklingen: Arien des Belcantos sowie die großen Chöre aus Verdis Opern „La traviata", „Un ballo in maschera", „Il trovatore" und „Nabucco" stehen auf dem Programm. Als Solisten wirken die Ensemblemitglieder Akiho Tsujii (Sopran) und Hinrich Horn (Bariton) mit. In diesem Konzert wird auch das Klarinettenquartett ensemble clarezza zusammen mit einer Kammerbesetzung des Philharmonischen Orchesters ein Werk über Themen von Giacomo Puccini von Yannik Helm uraufführen.
Im Rahmen des Konzerts am 30. Dezember wird nach zweijähriger Pause wieder der Theaterpreis des Theater- und Orchesterfördervereins an ein Mitglied des Theaterensembles verliehen.

Die Konzerte beginnen jeweils um 19:30 Uhr. Tickets für die Veranstaltungen sind online, telefonisch unter +49 931 3908-124, per E-Mail unter karten@mainfrankentheater.de oder an der Theaterkasse im Falkenhaus erhältlich.
Nr. 54/2022 | 6.12.2022
Vorstellungen am Mainfranken Theater erfreuen sich großer Beliebtheit

Highlights des Dezember-Spielplans

Würzburg, 6. Dezember 2022 – Die Vorstellungen am Mainfranken Theater erfreuen sich in der Adventszeit großer Beliebtheit und sind bereits teilweise ausverkauft. Für einige Highlights im Dezember sind noch Eintrittskarten erhältlich.
Ein Klassiker des Absurden Theaters feiert am 11. Dezember in der Theaterfabrik Blaue Halle Premiere: „Warten auf Godot" von Samuel Beckett in der Regie von Kevin Barz. In einer Ausstattung von Dejana Radosavljevic erspielen sich die Ensemblemitglieder Hannes Berg, Martin Liema, Georg Zeies und Anselm Müllerschön dieses vielschichtige Werk.

Am 13. Dezember ist der Schauspiel-Liederabend „Sehnsuchtswild!" in der Inszenierung von Intendant Markus Trabusch wieder zu sehen.

Das Philharmonische Orchester Würzburg präsentiert in seinem Weihnachtskonzert am 17. und 18. Dezember Werke von Peter Tschaikowsky. Unter Leitung des Ersten Kapellmeisters und stellvertretenden Generalmusikdirektors Gábor Hontvári erklingen die Fantasie-OuvertüreRomeo und Julia" sowie Auszüge aus den Ballettkompositionen „Der Nussknacker" und „Schwanensee".

Ebenfalls am 18. Dezember spielen Mitglieder des Philharmonischen Orchesters um 11:00 Uhr im Toscanasaal der Residenz das 2. Kammerkonzertmit Werken von Johannes Brahms und César Franck, dessen 200. Geburtstag die Musikwelt in diesem Jahr feiert.

Am 2. Weihnachtsfeiertag (26. Dezember) wird die Weihnachtsgeschichte „Das letzte Schaf" von Ulrich Hub in der Theaterfabrik Blaue Halle um 15:00 Uhr und 17:00 aufgeführt. Diese beiden Vorstellungen werden simultan in Gebärdensprache übersetzt.

Im traditionellen Konzert zum Jahreswechsel, diesmal unter dem Titel „Neujahr in Venedig“, lässt das Philharmonische Orchester unter der Leitung von Generalmusikdirektor Enrico Calesso gemeinsam mit dem Opern- und Extrachor des Mainfranken Theaters am 30. Dezember das Jahr mit Werken aus dem großen italienischen Opernrepertoire, wie sie ganz dem traditionellen „Concerto di Capodanno“ des Teatro la Fenice Venedig entlehnt sind, festlich ausklingen. Arien des italienischen Belcantos sowie die großen Chöre aus „La traviata", „Un ballo in maschera", „Il trovatore" und „Nabucco" stehen in der Theaterfabrik Blaue Halle auf dem Programm. Als Solisten wirken die Ensemblemitglieder Akiho Tsujii (Sopran) und Hinrich Horn (Bariton) mit. In diesem Konzert wird auch das Klarinettenquartett ensemble clarezza zusammen mit einer Kammerbesetzung des Philharmonischen Orchesters eine Uraufführung über Themen von Giacomo Puccini von Yannik Helm spielen. Weitere Termine des Konzerts zum Jahreswechsel: 1. und 2. Januar 2023.


Karten für alle Termine sind online, telefonisch unter +49 931 3908 124, per E-Mail unter karten@mainfrankentheater.de oder an der Theaterkasse im Falkenhaus erhältlich.


Die folgenden Veranstaltungen sind bereits ausverkauft, gegebenenfalls sind noch Restkarten an der Abendkasse erhältlich:

  • 2. Familienkonzert am 10. und 11. Dezember. Neben dem Kinderkonzert-Klassiker Der Karneval der Tiere von Camille Saint-Saëns mit dem Text von Loriot ist die Würzburger Erstaufführung von Der Tierigent nach einem Kinderbuch von Cornelia Boese mit Musik von Christine Böhm zu hören.

  • Das Musical „Anatevka", welches rund um die Weihnachtstage in der Theaterfabrik Blaue Halle am 23. und 25. Dezember zu sehen ist. Weitere Vorstellungen finden bereits am heutigen Nikolaustag und am Silvesterabend (31. Dezember statt).
Nr. 53/2022 | 6.12.2022
Vorstellung im neuen Jahr

Neues Architekturbüro für die Sanierung Mainfranken Theater beauftragt

Würzburg, 6. Dezember 2022 - Vor wenigen Tagen konnte das zur Findung eines Objektplaners erneut notwendig gewordene, europaweite Vergabeverfahren mit der Beauftragung eines neuen Architektenteams erfolgreich abgeschlossen werden. Die Neuvergabe war erfreulicherweise auf eine große Resonanz am Markt gestoßen. Das neue Büro wird die verbleibende Objektplanung und -betreuung bis zur Finalisierung der Neubauphase und Fertigstellung der Sanierung des Bestandgebäudes übernehmen. Priorität hat derzeit zunächst die baldige Eröffnung des Kopfgebäudes und die Aufnahme des dortigen Spielbetriebes.
"Wir freuen uns sehr, wieder ein schlagkräftiges und kompetentes Planerteam an unserer Seite zu haben, das gemeinsam mit uns unser spannendes Bauprojekt verwirklicht. Die komplette Staffelübergabe und die Aufnahme der Arbeit erfolgen zum Jahreswechsel. Dann werden wir zu Beginn des Jahres auch die Gelegenheit nutzen, das neue Architekturbüro vor Ort vorzustellen", so der Geschäftsführende Direktor Dirk Terwey.

Die Verpflichtung eines neuen Architekten war notwendig geworden, nachdem im Frühjahr 2022 dem ursprünglichen Architekten PFP Planungs GmbH aufgrund seiner mangelhaften Performance bei der Planung und Umsetzung des Großbauprojektes gekündigt worden war. Ein paralleles Insolvenzgeschehen bei diesem Planungsbüro komplizierte die Situation. Es konnte aber sichergestellt werden, dass bis zum Jahresende der operative Baubetrieb aufrecht erhalten werden konnte und kein Baustillstand eintrat.
Nr. 52/2022 | 5.12.2022
Klassiker des „Absurden Theater" in der Inszenierung von Kevin Barz

Das Schauspiel „Warten auf Godot" feiert Premiere

Würzburg, 5. Dezember 2022 – Mit dem berühmtesten Stück des irischen Literaturnobelpreisträgers Samuel Beckett, „Warten auf Godot", zeigt das Mainfranken Theater Würzburg ab dem 11. Dezember 2022 den zweiten Schauspielabend der Spielzeit in der Theaterfabrik Blaue Halle. Die Inszenierung von Regisseur Kevin Barz kommt nun in der Theaterfabrik Blaue Halle nach langer Zeit auf die Bühne. In einer Ausstattung von Dejana Radosavljevic erspielen sich Hannes Berg (Wladimir), Martin Liema (Estragon), Georg Zeies (Pozzo) und Anselm Müllerschön (Lucky) diesen vielschichtigen, modernen Klassiker.
Da stehen oder sitzen sie: die beiden Landstreicher Estragon und Wladimir und warten auf einen gewissen Godot, von dem sie nicht wissen, wer er ist oder wann er kommt. Sie wissen letztendlich nicht einmal, ob es ihn gibt. Auf clowneske Art vertreibt man sich die Zeit. Und: Es passiert nichts. Nichts von Belang. Man wartet und langweilt sich. Man tauscht Banalitäten aus. Und Weisheiten. Man nervt sich. Man könnte sich umbringen, dann würde endlich einmal etwas passieren. Man verzichtet darauf. Godot kommt nicht. Man wartet. Vielleicht morgen... Absurd!

Die Frage, wer oder was Godot ist, ist so naheliegend wie überflüssig, da es die eine richtige Antwort nicht geben kann. Es gibt unzählige Deutungsversuche. Ist man gläubig, ist es Gott; ist man Kommunist, ist es die klassenlose Gesellschaft; ist man verliebt, ist es die Anerkennung der anderen Person. Die Interpretationen sagen stets mehr über den Interpretierenden selbst aus als über das Drama. Die Antwort des Autors ist unergründlich wie sein Stück: „Wenn ich es wüsste, wer Godot ist, ich hätte es im Stück gesagt.“

Beckett schrieb „Warten auf Godot" kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs; möglich ist auch, dass er darin eine konkrete historische Situation zweier Juden, die 1943 auf einen Schleuser warten, skizzierte oder eigene Fluchterfahrungen vor den Nazis verarbeitete, die er aufgrund seiner Aktivitäten in der Résistance machen musste. Die Uraufführung 1953 jedenfalls begründete den Weltruhm des irischen Autors.

Regisseur Kevin Barz über die Arbeit an „Warten auf Godot": „In unserer Inszenierung untersuchen wir das letzte, was zwei Menschen bleibt, wenn die ganze Welt um sie herum in Trümmern liegt: die Beziehung zueinander. In Wladimir und Estragon zeigen sich bei uns auf der Bühne alle menschlichen Formen der Abhängigkeit, des Wunsches nach Unabhängigkeit und der Angst, alleine zu sein. Der Ritt durch diese Urbedürfnisse und Urängste des menschlichen Miteinanders schaut tief in die Seele des Menschen, die doch gerade in den Zeiten der Krise nach ihrer Basis sucht.“

Mit dieser Arbeit, seiner fünften Inszenierung, verabschiedet sich Kevin Barz vorläufig als Hausregisseur vom Mainfranken Theater Würzburg. Wir wünschen ihm für seine neue Aufgabe als Leiter des „Technical Ballroom“, einem spartenübergreifenden Projekt zum Thema Digitalität am Staatstheater Oldenburg, alles Gute und viel Erfolg.

Termine
So, 11.12.2022 | 18:00 Uhr, Premiere
Di, 20.12.2022 | 19:30 Uhr,
Do, 22.12.2022 | 19:30 Uhr,
Fr, 13.01.2023 | 19:30 Uhr
Sa, 14.01.2023 | 19:30 Uhr
Mi, 25.01.2023 | 19:30 Uhr
So, 29.01.2023 | 18:00 Uhr

Eine Einführung findet jeweils 35 Minuten vor Vorstellungsbeginn statt.

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