Nr. 3/2026 | 3.2.26
Inszenierung von Tamó Gvenetadze auf der Probebühne

Premiere am 7. Februar: Uraufführung von Annika Henrichs Schauspiel 'Das Rathaus − Liebe Leute'

WÜRZBURG, 3. Februar – Mit der Uraufführung Das Rathaus – Liebe Leute beschäftigt sich das Mainfranken Theater Würzburg in der Gegenwartsdramatik nach Jeeps und Der Fiskus in dieser Spielzeit erneut mit einer Institution unserer Demokratie. Das Stück der Leipziger Autorin Annika Henrich entstand im Rahmen des Leonhard- Frank-Stipendiums für das Mainfranken Theater Würzburg und fragt humorvoll und pointiert nach der (Un-)Möglichkeit von gesellschaftlichem Zusammenhalt und dem Herz des Gemeinwesens. Die Premiere ist am 7. Februar auf der Probebühne.
Über das Stück

Das Rathaus – ein Ort für die Menschen, Herz des Gemeinwesens, Tempel der Demokratie. Im Würzburger Rathaus warten die anonymen Bürger:innen A und B darauf, dass endlich ihre Nummern aufgerufen und sie zu ihrem Termin vorgelassen werden. Die Digitalanzeige zeigt seit geraumer Zeit unverändert die 92 an. A hat die Nummer 54 gezogen, B die 112. Ob die Anzeige hoch- oder runterzählt, lässt sich nicht ermitteln – es bewegt sich nichts. Des Weiteren halten sich im Rathaus auf: eine Standesbeamtin mit Liebeskummer, die sich beim Schreiben ihrer Traureden von der hauseigenen Grafeneckart- KI (GrEck-GPT) beraten lässt und die Frau mit dem Hund, die, seitdem sie sich einen Hund zugelegt hat, nur noch viel einsamer geworden ist.
Als sich auf einmal die elektronischen Schiebetüren des Bürgeramts nicht mehr öffnen lassen, werden die vier einsamen Gestalten zu einer Schicksalsgemeinschaft. Was hat sie eigentlich ins Rathaus geführt? Mit welchen Anliegen und Wünschen wenden sie sich an den Staat? Was kann man vom Rathaus, der Politik, der Gemeinschaft überhaupt noch erwarten?
Und kurz sieht es so aus, als ließe sich über den direkten Austausch der Menschen miteinander ein Bewusstsein für gemeinsam geteilte Ängste und Bedürfnisse schaffen und das demokratische Gemeinwesen neu begründen. Doch was wird davon übrigbleiben, sobald sich die Rathaustüren wieder öffnen?
Leonhard-Frank-Stipendiatin Annika Henrich macht sich mit viel Humor und klarem Blick für die Widersprüchlichkeiten der menschlichen Existenz auf die Suche nach den Grundlagen unserer Gemeinschaft.

Team

Regie führt Tamó Gvenetadze. Sie ist nach ihrer Inszenierung von In den Alpen in der Spielzeit 2024/25 zum zweiten Mal am Mainfranken Theater zu Gast. Für Bühnen- und Kostümbild zeichnet Nikolai Kuchin verantwortlich. Die Dramaturgie übernimmt Tim Puls.

Besetzung

Toomas Täht (Wartender A), Loris Kubeng (Wartender B), Julia Baukus (Standesbeamtin), Patricia Schäfer (Die Frau mit dem Hund)

Die nächsten Termine

11.2.26 | 19:30 Uhr
14.2.26 | 19:30 Uhr
18.3.26 | 19:30 Uhr
21.3.26 | 19:30 Uhr
26.4.26 | 18:00 Uhr

Veranstaltungsort: Mainfranken Theater Würzburg, Probebühne

Weitere Vorstellungstermine und Infos finden sich unter: mainfrankentheater.de/rathaus. Tickets für alle Veranstaltungen sind erhältlich über den Online-Spielplan oder per Mail an karten@mainfrankentheater.de sowie telefonisch unter +49 931 375-375 oder zu den Öffnungszeiten an der Theaterkasse im Theaterneubau.
Nr. 2/2026 | 28.1.26
Tanzkreation von Dominique Dumais

Uraufführung von BRIEFE AN ... am 31. Januar im Kleinen Haus

WÜRZBURG, 28. Januar – Briefe an... schlägt eine Brücke zwischen der Handbewegung, dem Sich-Ausdrücken mit Stift und Papier sowie dem Sich-Ausdrücken in Tanzbewegungen, dem Schreiben mit dem eigenen Körper im Raum. Die neue Produktion in der Choreografie von Ballettdirektorin Dominique Dumais kommt am 31. Januar im Kleinen Haus des Mainfranken Theaters zur Uraufführung.
Über das Stück

Neben den Inhalten ausgewählter Briefe geht es in dem Stück um das Schreiben selbst, die Handschrift, die einen Brief persönlich macht. Was steckt hinter dem Akt des Schreibens? Ein Brief enthält immer mehr als nur Worte. Die Handschrift spiegelt die Persönlichkeit wider, im Gegensatz zu unpersönlichen gedruckten Buchstaben, wie sie beispielsweise in einer E-Mail zu finden sind. Als Empfängerin oder Empfänger wiederum hält man mit einem Brief etwas Konkretes und Persönliches in den Händen, in gewisser Weise einen Teil der Verfasserin oder des Verfassers. Briefe tragen Bedeutung. Sie sind Artefakte unserer persönlichen und gesellschaftlichen Geschichte.

Dominique Dumais beschreibt ihren Vorgang bei der Umsetzung des Themas und der Brieftexte in Choreografie folgendermaßen: „Briefe spiegeln Menschsein wider. Es gibt viele Möglichkeiten des Einstiegs oder des Anknüpfens für die Übersetzung in Tanz: die Emotionen, der Inhalt (Thema), die grammatikalische Zeichensetzung (Rhythmus), die Form der Buchstaben einer Handschrift (Form, Gestalt), die Wortwahl (Melodie der Sprache). Auch Wiederholungen sind ein interessantes Motiv für den Tanz, ebenso wie die Betonungen innerhalb eines Satzes. Selbst der Klang der Wörter kann zu einer interessanten Geste oder rhythmischen Wendung inspirieren.“ Den Kreationsprozess fing die Choreografin mit einer Schreibübung für das Tanzensemble an: Jedes Mitglied sollte zuerst selbstständig einen handschriftlichen Brief verfassen und diesen dann in tänzerische Bewegung übertragen. Das Bewegungsmaterial dieser individuellen Choreografien der Tänzerinnen und Tänzer wurde mit in die Choreografie von Dominique Dumais verflochten. So werden die individuellen Persönlichkeiten des Ensembles sichtbar und das Stück kommt zugleich durch die Bewegungssprache und künstlerische Stimme der Ballettdirektorin zu einem Ganzen zusammen.

Die Auswahl an Texten umfasst Liebesbriefe, berühmte Korrespondenzen oder auch Tagebucheinträge im Sinne eines „Schreibens an sich selbst“. Die Texte sind als Teil des Sounddesigns im Stück zu hören. Eingesprochen wurden sie von Mitgliedern des Schauspielensembles, um den unterschiedlichen Verfasserinnen und Verfassern eine Stimme zu verleihen.
Neben der Einspielung der Brief-Texte wird der Klangraum des Stücks durch einen Pianisten auf der Bühne gestaltet. Dominique Dumais stellte gemeinsam mit Jazz-Pianist Rainer Böhm eine Auswahl seiner Klavierkompositionen für das Programm zusammen.

Besetzung

Tanzcompagnie des Mainfranken Theaters Würzburg: Chiara Bergamini, Debora Di Biagi, Ria Girard, Ya-Chin Huang, Mirko Ingrao, Tyrel Larson, Christian Lavigne, Blai López Sánchez, Matisse Maitland, Yester Mulens García, Jacob Noble, Maya Tenzer, Alba Valenciano López

Am Klavier auf der Bühne begleiten Rainer Böhm, alternierend mit Philipp Schuhmacher die Tänzerinnen und Tänzer.

Die nächsten Termine

8.2.26 | 18:00 Uhr
19.2.26 | 19:30 Uhr
27.2.26 | 19:30 Uhr
11.3.26 | 19:30 Uhr
13.3.26 | 19:30 Uhr

Veranstaltungsort: Mainfranken Theater Würzburg, Kleines Haus

Weitere Vorstellungstermine und Infos finden sich unter: mainfrankentheater.de/briefe. Tickets für alle Veranstaltungen sind erhältlich über den Online-Spielplan oder per Mail an karten@mainfrankentheater.de sowie telefonisch unter +49 931 375-375 oder zu den Öffnungszeiten an der Theaterkasse im Theaterneubau.
Nr. 1/2026 | 7.1.26
Spartenleitungen für die Spielzeit 2026/27 komplett

Ingo Putz wird Schauspieldirektor, Andreas Rosar Operndirektor

WÜRZBURG, 7. Januar – Das Mainfranken Theater Würzburg gibt heute zwei zentrale Neubesetzungen bekannt: Ab der Spielzeit 2026/2027 wird Andreas Rosar die Operndirektion des Mainfranken Theaters übernehmen. Ingo Putz wird neuer Schauspieldirektor.
„Mit Andreas Rosar und Ingo Putz ist es uns gelungen, zwei herausragende, deutschlandweit anerkannte Meister ihres Faches zu verpflichten. Mit ihrem Enthusiasmus und handwerklichem Können werden wir gemeinsam mit den anderen Spartenleiterinnen und Spartenleitern das Mainfranken Theater ästhetisch und inhaltlich weiter nach vorne bringen“, freut sich der designierte Intendant Daniel Morgenroth.

Andreas Rosar studierte in Mainz und Rom Philosophie und Theologie. Nach seinem Studium assistierte der gebürtige Saarländer Regisseuren wie Frank Castorf, Peter Konwitschny, Barrie Kosky, Anna-Sophie Mahler, Hans Neuenfels, Thomas Schulte-Michels, Dmitri Tcherniakov, Beat Wyrsch und anderen. Eine langjährige Zusammenarbeit als Spielleiter verbindet ihn seit 2009 mit den Bayreuther Festspielen. Seit seinem Regiedebüt mit der Schweizer Erstaufführung von Händels Ezio 2010 inszeniert er Werke vom Barock bis in die Gegenwart an Häusern im gesamten deutschsprachigen Raum. Für seine Inszenierung von Mysliveceks Antigona am Ungarischen Nationaltheater Szeged erhielt er den ARTE France Audience Award. Seit 2024 arbeitet er zudem als Künstlerischer Betriebsdirektor am Theater Trier.

„Ich freue mich sehr, mit den Kolleginnen und Kollegen des Mainfrankentheaters für die Menschen aus Würzburg und Unterfranken Musiktheater als Echoraum unserer Gegenwart erlebbar werden zu lassen und so die große Tradition dieses Theaters mit fortschreiben zu dürfen“, teilt Andreas Rosar mit.

Ingo Putz arbeitet seit 2007 als freier Regisseur und Schauspielmusiker mit Regiearbeiten u.a. am Oldenburgischen Staatstheater, Landestheater Linz, Staatstheater Cottbus, Theater Kiel und dem Pfalztheater Kaiserslautern. In den Spielzeiten 2016/17 bis 2018/­19 leitete er die junge Sparte am Theater Konstanz (JTK). Seit der Spielzeit 2020/21 ist er Schauspieldirektor am Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau. Seine bisher über 70 Regiearbeiten umfassen neben dem klassischen Repertoire auch zahlreiche Uraufführungen, u.a. von Thomas Köck, Caren Jeß, Thomas Arzt, John von Düffel und Lukas Rietzschel. Er wurde 2014 und 2024 erneut mit dem Hamburger Theaterpreis Rolf Mares ausgezeichnet sowie 2018 mit dem Monica Bleibtreu Preis. Seine Inszenierung Das beispielhafte Leben des Samuel W. wurde zu den Autor:innentheatertagen am Deutschen Theater in Berlin, dem Heidelberger Stückemarkt sowie den Mühlheimer Theatertagen eingeladen. „Der Neustart in Würzburg macht große Lust mit einem so motivierten Team. Ich freue mich auf diese lebendige Stadt und das tolle Ensemble“, so Ingo Putz.

Mit dem künstlerischen Leitungsteam, dem auch Ballettdirektorin Dominique Dumais und Generalmusikdirektor Mark Rohde angehören, hat Daniel Morgenroth für die erste Spielzeit seiner Intendanz bereits ein vollständiges Programm erarbeitet, dessen Veröffentlichung im Frühjahr 2026 erfolgt.
Nr. 51/2025 | 27.12.25
Dritte Operette mit Tristan als Regisseur

Premiere von Benatzkys IM WEISSEN RÖSSL am 31. Dezember

WÜRZBURG, 27. Dezember – Zum Jahresende kommt mit Im weißen Rössl eines der bekanntesten Singspiele auf die Bühne in der Blauen Halle.Einmal mehr konnte Tristan Braun als Regisseur gewonnen werden, die musikalische Leitung liegt in den Händen von Würzburgs neuem Ersten Kapellmeister Lutz de Veer. Das herausragend besetzte Ensemble wird angeführt von Barbara Schöller als Rösslwirtin und dem aus Film- und Fernsehen bekannten Schauspieler Max Gertsch als Zahlkellner Leopold. Die Inszenierung ist ab dem 31. Dezember in der Theaterfabrik Blaue Halle zu sehen.
Zum Stück

Sommer, Sonne, Urlaubszeit – und im weißen Rössl am Wolfgangsee brodelt es gewaltig. Chefin Josepha Vogelhuber sieht sich gleich mehreren Herzensangelegenheiten ausgesetzt. Zahlkellner Leopold, der ihr aufdringlich den Hof macht, stört Josephas eigene romantische Pläne, denn ihr Blick gilt dem weltgewandten Stammgast Dr. Siedler. Der wiederum hat plötzlich nur noch Augen für Ottilie, Tochter des Berliner Trikotagefabrikanten Wilhelm Gieseke. Zu allem Überfluss entbrennt dann auch noch ein bizarrer Rechtsstreit um das Patentrecht der Hemdhose „Apollo“ – mit Dr. Siedler als Anwalt des Gegners. Inmitten dieser Irrungen und Wirrungen taucht Sulzheimer Junior auf, der „schöne Sigismund“, und verliebt sich in Klärchen, Tochter des verträumten Professors Dr. Hinzelmann. Am Ende kommt es Seiner Majestät dem Kaiser höchstselbst zu, wieder Ruhe und Gelassenheit in das allgemeine Chaos rund um den Wolfgangsee zu bringen. Oder etwa nicht?

Das Singspiel Im weißen Rössl von Ralph Benatzky zählt seit seiner Berliner Uraufführung im November 1930 zu den unvergänglichen Klassikern der Operettenbühne. Mit dem ebenso tempo- wie geistreichen Textbuch des Revue-Spezialisten Erik Charell und Melodien, die sofort ins Ohr gehen, eroberte das Stück rasch auch die Bühnen in London, Paris und New York. Wenn Benatzky auch später nicht mehr an diesen Erfolg anknüpfen konnte, bleibt das Weiße Rössl ein Meisterwerk des musikalischen Unterhaltungstheaters.

Regie

Für die Inszenierung zeichnet erneut Tristan Braun verantwortlich, der damit nach Die lustige Witwe (2023) und Abrahams Märchen im Grand Hôtel (2024) seine dritte Würzburger Regiearbeit vorlegt. Als Bühnenbildner konnte wieder Valentin Mattka gewonnen werden, der im Vorjahr die Theaterfabrik Blaue Halle in ein spektakuläres Grand Hôtel verwandelte. Das Kostümbild, das eine Brücke zwischen Gegenwart und historischer Trachtenwelt schlägt, entwirft Adrian Bärwinkel; für die Choreografie zeichnet der italienische Performer Nicola Mascia verantwortlich.

Besetzung

Mit Max Gertsch in der Rolle des ebenso verliebten wie Verwirrung stiftenden Zahlkellners Leopold konnte ein herausragender Schauspielstar erstmals als Gast für das Mainfranken Theater gewonnen werden. Weithin bekannt aus TV-Erfolgen wie Mord mit Aussicht und zahlreichen Tatorten, begeistert Max Gertsch seit Jahrzehnten auch auf den großen Bühnen zwischen Berlin, Wien und Zürich. Als Mitbegründer der legendären Musiktheatertruppe „Geschwister Pfister“ und gefeierter Operettenstar – zuletzt unter anderem als Dr. Falke in Die Fledermaus an der Komischen Oper Berlin – bringt er nun seine ganze Spielfreude und Präzision als Leopold nach Würzburg. Alternierend mit Max Gertsch ist Erwin Belakowitsch in einigen Vorstellungen als Leopold zu erleben. Ebenfalls erstmals in Würzburg zu Gast ist der Tenor und Musicaldarsteller Christian Miebach als Rechtsanwalt Dr. Siedler. Das Würzburger Opernensemble wird angeführt von Barbara Schöller als Josepha Vogelhuber, Daniel Fiolka als Fabrikant Wilhelm Giesecke, Vero Miller als dessen Tochter Ottilie sowie Mathew Habib als Sigismund Sülzheimer. Als verschrobener Professor Hinzelmann samt Tochter Klärchen sind Paul Henrik Schulte und Anneka Ulmer, alternierend mit Anastasia Fendel, aus dem Opernchor des Mainfranken Theaters zu erleben. Der Opernchor singt und spielt in der Einstudierung von Chordirektor Paweł Serafin. Die musikalische Gesamtleitung liegt in den Händen von Lutz de Veer, seit Beginn der Saison Erster Kapellmeister. Ferner wirkt mit die Komparserie des Mainfranken Theaters.

Veranstaltungsort: Theaterfabrik Blaue Halle, Mainfranken Theater Würzburg

Die nächsten Termine

31.12.25 | 18:00 Uhr
1.1.26 | 18:00 Uhr
8.1.26 | 19:30 Uhr
13.1.26 | 19:30 Uhr
16.1.26 | 19:30 Uhr

Weitere Infos und Vorstellungstermine finden sich unter https://www.mainfrankentheater.de/programm/spielplan/im-weissen-roessl/2813/. Tickets für alle Veranstaltungen sind erhältlich über den Online-Spielplan oder per Mail an karten@mainfrankentheater.de sowie telefonisch unter +49 931 375-375 oder zu den Öffnungszeiten an der Theaterkasse im Theaterneubau.
Nr. 50/2025 | 25.11.25
Musical ist wieder in der Blauen Halle zu sehen

Wiederaufnahme von ANATEVKA am 28. November

WÜRZBURG, 25. November – „Soll ich denn alles verleugnen, woran ich glaube?“ Die Geschichte des Milchmanns Tevje und seiner Familie aus dem Dorf Anatevka zählt zur den großen Musicalklassikern des 20. Jahrhundert und feierte in der Spielzeit 22/23 am Mainfranken Theater Würzburg ihre umjubelte Premiere. Die Inszenierung von Tomo Sugao ist nun in einer Wiederaufnahme-Serie ab dem 28. November in der Theaterfabrik Blaue Halle zu sehen. Ensemblemitglied Daniel Fiolka gibt sein mit Spannung erwartetes Rollendebüt als Tevje, der Milchmann.
Zum Stück

Im Zentrum der Geschichte steht das Dorf Anatevka. Seine Bewohner leben im Trott ihrer Traditionen, unter ihnen der Milchmann Tevje mit seiner Familie. Tevje kämpft gegen die bedrückende Armut und antijüdische Ausschreitungen an. In den schönsten Farben malt er sich aus, was er tun würde, wenn er einmal reich wär’. Tevjes unerschütterlicher Glaube wird dabei ein ums andere Mal auf die Probe gestellt.
Anatevka zählt seit der Uraufführung im September 1964 zu den großen Broadwayklassikern des 20. Jahrhunderts. Joseph Stein griff für sein Buch auf die Erzählsammlung Tewje, der Milchmann (1916) von Scholem Alejchem zurück, der zu den bedeutendsten Mitbegründern der jiddischen Literatur zählt. Jerry Bocks Partitur verbindet ausgelassene Tanzmusik, rituelle Weisen und Melodramen zu einem ganz eigenen, melancholischen Sound.

Team

Regisseur Tomo Sugao setzte Anatevka im Herbst 2022 auf der Bühne der Blauen Halle spektakulär in Szene. Für die eindrucksvolle Ausstattung zeichneten Momme Hinrichs (Bühne) und Gisa Kuhn (Kostümbild), für die mitreißenden Tanzszenen die japanische Choreografin Yo Nakamura verantwortlich. „Angefangen beim perfekt ausgesteuerten Klang des großen Orchesters und Ensembles, dem stimmungsvollen Bühnenbild und nicht zuletzt einem Hauptdarsteller, der völlig mit seiner Rolle eins wird, bietet das Mainfranken Theater Würzburg eine Neuinterpretation des Broadway-Klassikers, die wohl weit und breit ihresgleichen suchen dürfte“, so Frank Guevara Pérez in der „Musicalzentrale“ im November 2022.

In der Wiederaufnahme-Serie gibt Bariton Daniel Fiolka – seit vielen Jahren eine Säule des Würzburger Opernensembles – sein mit Spannung erwartetes Rollendebüt als Tevje. In weiteren neu besetzten Hauptrollen sind unter anderem Barbara Schöller (Golde) sowie – aus dem Schauspielensemble des Mainfranken Theaters – Nina Mohr (Jente), Loris Kubeng (Fedja) und Tom Klenk (Wachtmeister) zu erleben. Die musikalische Leitung der Wiederaufnahme liegt in den Händen des Ersten Kapellmeisters Lutz de Veer.

Veranstaltungsort: Theaterfabrik Blaue Halle, Mainfranken Theater Würzburg

Die nächsten Termine

28.11.25 | 19:30 Uhr
30.11.25 | 18:00 Uhr
21.12.25 | 18:00 Uhr
10.1.25 | 19:30 Uhr
18.1.25 | 18:00 Uhr

Weitere Infos und Vorstellungstermine finden sich unter: www.mainfrankentheater.de/anatevka. Tickets für alle Veranstaltungen sind erhältlich über den Online-Spielplan oder per Mail an karten@mainfrankentheater.de sowie telefonisch unter +49 931 375-375 oder zu den Öffnungszeiten an der Theaterkasse im Theaterneubau.
Nr. 49/2025 | 19.11.25
Familienstück zur Weihnachtszeit

Michael Endes Momo feiert am 23. November im Kleinen Haus Premiere

WÜRZBURG, 19. November – Ein Mädchen und eine Schildkröte auf der Suche nach der geraubten Zeit: Michael Ende hat sich mit seinem 1973 veröffentlichten Roman Momo in die Herzen von Groß und Klein geschrieben. Mit dem diesjährigen Familienstück zur Weihnachtszeit lädt das Mainfranken Theater dazu ein, die zeitlose Geschichte über Fantasie und Freundschaft auf der Theaterbühne neu zu entdecken. Der Roman wird in einer Bühnenbearbeitung von Regisseur Wolfgang Michalek ab dem 23. November als Schauspiel im Kleinen Haus zu sehen sein.
Zum Stück

Am Rande einer großen Stadt steht ein altes Amphitheater. Dort wohnt Momo. Die Menschen aus der Stadt kommen gerne ins Amphitheater – denn Momo hat immer Zeit und kann gut zuhören. Mit ihren besten Freunden Beppo Straßenkehrer und Gigi Fremdenführer denkt sie sich die schönsten Geschichten aus und träumt sich abends in den Sternenhimmel.
Doch eines Tages beginnt eine Gruppe unheimlicher grauer Herren, die Menschen zum Zeitsparen aufzurufen. Sie haben nun immer weniger Zeit für Momo und kommen immer seltener zu Besuch. Momo entdeckt eine unglaubliche Verschwörung: Die grauen Herren wollen den Menschen für immer ihre Zeit stehlen! Gemeinsam mit ihren Freunden versucht sie, diesen Plan zu vereiteln.
Aber sie haben die Macht der Zeitdiebe unterschätzt und ehe Momo weiß, wie ihr geschieht, ist sie von ihren Freunden isoliert und muss vor den grauen Herren fliehen. Die mysteriöse Schildkröte Kassiopeia bringt Momo in das Nirgend-Haus zu Meister Hora, dem Hüter der Zeit. Dieser stellt sie vor eine große Aufgabe: Momo muss das Rätsel der Zeit selbst lösen, um ihre Freunde zu retten …
Mithilfe der unendlichen Kraft der Fantasie lädt Momo dazu ein, die Welt in ihrer großen Vielfalt mit fasziniertem Blick immer wieder aufs Neue zu entdecken.

Team

Die Regie übernimmt Wolfgang Michalek. Es ist nach seiner Inszenierung der Uraufführung Was Wanda will in der Spielzeit 2024/25 seine zweite Arbeit am Mainfranken Theater. Für das Bühnenbild zeichnet Julian Marbach, für das Kostümbild Maja Lipinski verantwortlich. Die Dramaturgie übernimmt Tim Puls. Die Musik, gespielt von einer dreiköpfigen Live-Band, kommt von Adrian Sieber.

Besetzung

Linda Rohrer (Momo), Nils van der Horst (Beppo Straßenkehrer), Hannes Berg (Gigi Fremdenführer), Julia Baukus (Kassiopeia), Patricia Schäfer (Meister Hora/ Fusi), Toomas Täht (Grauer Herr/ Nino/ Nicola)

Veranstaltungsort: Kleines Haus, Mainfranken Theater Würzburg

Weitere Infos und Vorstellungstermine finden sich unter: www.mainfrankentheater.de/momo. Eventuelle Restkarten für die Schulvorstellungen (immer vormittags) sind kurzfristig online oder vor Beginn an der jeweiligen Kasse erhältlich.
Nr. 46/2025 | 12.11.25
Inszenierung von Intendant Georg Rootering

Zwischen Einsamkeit und Sehnsucht − Süskinds Kontrabass auf der Bühne der Blauen Halle

WÜRZBURG, 12. November – Intendant Georg Rootering bringt Patrick Süskinds Der Kontrabass auf die Bühne der Blauen Halle. Der Einakter, der die Zuschauenden in die innere Welt eines Kontrabassisten eintauchen lässt, zeigt einen Mann, der mit seiner Leidenschaft für Musik und seiner Einsamkeit kämpft. Als Schauspieler für den Monolog des namenlosen Protagonisten steht Schauspieler Zlatko Maltar auf der Bühne. Premiere des Stücks ist am Mittwoch, 12. November um 19.30 Uhr.
Zum Stück

Er ist das Herzstück des Orchesters, der Pulsschlag der Musik, der unumstrittene König aller Kompositionen: Der namenlose Protagonist in Patrick Süskinds Der Kontrabass zergeht in Liebe und Ehrfurcht vor seinem Instrument. Sein steigender Alkoholpegel fördert jedoch nach und nach seine wahren Gefühle zutage und er entbrennt in Hasstiraden über den „Dreckskasten“. Einsamkeit und die unerfüllte Sehnsucht nach der Sopranistin Sarah ergänzen die verbitterte Gefühlswelt des Kontrabassisten. Es entfaltet sich ein Psychogramm eines Mannes, der nie spielen durfte, was er wirklich fühlt.

Mit entwaffnender Ehrlichkeit, tragikomischer Wucht und messerscharfer Beobachtung dringt Süskinds Text tief in die inneren Spannungen seines Protagonisten ein. Was beginnt wie ein ironisch gebrochenes Musikerporträt, wächst sich aus zu einer intensiven Reflexion über gesellschaftliche Unsichtbarkeit, unterdrückte Leidenschaft und die Einsamkeit im eigenen Kopf. Der Kontrabass wird zur Metapher – für das, was wir mit uns herumtragen, obwohl es uns niederdrückt.

Patrick Süskind wurde 1949 in Ambach am Starnberger See geboren. Bekannt wurde er vor allem durch seinen Weltbestseller Das Parfum, doch schon 1981 sorgte er mit Der Kontrabass für Furore. Süskinds präzise Sprache, sein feiner Humor und seine Fähigkeit, Abgründe in alltäglichen Figuren sichtbar zu machen, zeichnen ihn als Meister des psychologischen Erzählens aus.

Besetzung

Regie: Georg Rootering
Kostüm: Rebekka Zimlich
Dramaturgie: Philine Bamberger
Mit: Zlatko Maltar

Die nächsten Termine:

29.11.25 | 19:30 Uhr
14.12.25 | 15:00 Uhr
22.01.26 | 15:00 Uhr
30.01.26 | 19:30 Uhr

Veranstaltungsort: Theaterfabrik Blaue Halle, Alfred-Nobel-Straße

Weitere Infos und Termine finden sich hier: www.mainfrankentheater.de/kontrabass. Tickets für alle Veranstaltungen sind erhältlich über den Online-Spielplan oder per Mail an karten@mainfrankentheater.de sowie telefonisch unter +49 931 375-375 oder zu den Öffnungszeiten an der Theaterkasse im Theaterneubau.
Nr. 47/2025 | 12.11.25
Inszenierung von Tim Egloff auf der Probebühne

Jeeps stellt das Erben auf den Kopf − Premiere am 15. November

WÜRZBURG, 12. November – Nach dem Finanzamt in Felicia Zellers DER FISKUS beschäftigt sich das Schauspiel des Mainfranken Theaters erneut in einer satirischen Komödie mit den Institutionen unserer Demokratie: Jeeps von Nora Abdel-Maksoud spielt im Jobcenter und ist ab dem 15. November auf der Probebühne zu sehen. Regie führt Tim Egloff, der bereits in der vergangenen Spielzeit Brechts Leben des Galilei im Kleinen Haus inszenierte.
JEEPS wurde 2021 an den Münchner Kammerspielen uraufgeführt. In der rasanten und bissigen Komödie werden vermeintliche Chancengleichheit und geltendes Erbrecht einander gegenübergestellt und der gesellschaftliche Umgang mit sozialer Ungleichheit kritisch hinterfragt. Um die willkürliche Verteilung von Kapital qua Geburt und die daraus folgende Chancenungleichheit – über Generationen weitergegeben – auszumerzen, wird ein noch willkürlicheres System erschaffen – die absolute Lotterie.
Über das Stück

In einer fiktiven Zukunft wird den Verteilungsdiskursen der Gegenwart Abhilfe geschaffen: Was bisher je nach Definition Schicksal oder Zufall war, wird nun zur „fairen“ Glückssache: Erbschaften werden umverteilt, jede Person kann ein Los beantragen und hat die gleiche Chance auf ein Erbe, wie alle anderen. „Los statt Eierstocklotterie.“ Die dafür zuständige neue Abteilung wurde praktischerweise gleich in das Jobcenter integriert. Hier treffen Silke und Maude auf die beiden Sachbearbeiter Armin und Gabor. Maude, „Hartz- IV-Betroffene“, wurde von Gabor beim Pfandflaschensammeln erwischt und dieser zieht ihr den Erlös von der Grundsicherung ab. Silke hätte kürzlich nach altem Recht ein großes Vermögen von ihrem Vater geerbt. Doch ihr Antrag auf ein Los wurde abgelehnt. Da die Hotline dauerbesetzt ist, verlangt Silke nun persönlich die Herausgabe des Loses mit „ihrem“ Erbe. Und auch Maude kann nicht einsehen, dass sie ihr Pfand-Geld abgeben soll. Es beginnen hitzige Diskussionen, die sich in immer heftigere Auseinandersetzungen steigern. Die beiden Frauen werden zu Verbündeten, die schließlich mit gezogenen Waffen auf die Herausgabe ihres Geldes drängen.

Team

Regie: Tim Egloff
Bühnenbild: Jeremias Böttcher
Kostümbild: Mascha Schubert
Dramaturgie: Barbara Bily
Licht: Justus Geuther und Anna Vakhovska

Besetzung

Eva-Lina Wenners (Silke, Gründerin)
Laura Storz (Maude, Hartz-IV-Betroffene)
Geronimo Hartig (Gabor, Sachbearbeiter Jobcenter)
Martin Liema (Armin, Sachbearbeiter Jobcenter)

Die nächsten Termine

19.11.25 | 19:30 Uhr
23.11.25 | 18:00 Uhr
27.11.25 | 19:30 Uhr
30.11.25 | 18:00 Uhr
3.12.23 | 19:30 Uhr

Veranstaltungsort: Probebühne, Mainfranken Theater Würzburg

Weitere Infos und Termine finden sich hier: www.mainfrankentheater.de/jeeps. Tickets für alle Veranstaltungen sind erhältlich über den Online-Spielplan oder per Mail an karten@mainfrankentheater.de sowie telefonisch unter +49 931 375-375 oder zu den Öffnungszeiten an der Theaterkasse im Theaterneubau.
Nr. 45/2025 | 24.10.25
Mehr Besucher, höhere Einnahmen und Verlängerung des Semestertickets

Viele Gründe zur Freude am Mainfranken Theater Würzburg
Bilanz der abgelaufenen Spielzeit ist sehr positiv

WÜRZBURG, 24. Oktober – Mehr Besucher, höhere Einnahmen, viele junge Menschen in den Vorstellungen und eine gute Nachricht für die Studierenden in Würzburg: Die Laufzeit des Semestertickets wurde gerade um fünf Jahre verlängert. Das Mainfranken Theater Würzburg konnte anlässlich der Werkausschuss-Sitzung am 22. Oktober positive Zahlen präsentieren.
Insgesamt stieg die Anzahl der Besucherinnen und Besucher des Theaters um 10.444 und damit rund 10 Prozent auf 103.649. Die Ticketeinnahmen stiegen ebenfalls um rund 10 Prozent auf 2.414 Mio. Euro. Und auch die durchschnittliche Auslastung aller Produktionen kann sich sehen lassen. Mit einer Gesamtauslastung von 80,3 Prozent liegt diese auf einem guten Niveau.

„Wir freuen uns über diese tolle Resonanz. Sie zeigt, dass wir mit unserem vielfältigen Programm aus allen Sparten den Nerv unseres Publikums treffen“, zeigte sich Dirk Terwey, Geschäftsführender Direktor des Mainfranken Theater Würzburg erfreut über die abschließenden Zahlen. Besonders beliebt beim Publikum waren im Musiktheater Produktionen wie CARMEN und MÄRCHEN IM GRAND HOTEL, im Schauspiel DAS SCHWEIGENDE KLASSENZIMMER, FROHES FEST, DIE COMEDIAN HARMONISTS und der Tanztheaterabend BIS DASS DER TOD UNS SCHEIDET. Fast immer ausverkauft war die Produktion DIE SCHNEEKÖNIGIN, das letztjährige Familienstück zur Weihnachtszeit. Das Philharmonische Orchester präsentierte zugleich sehr erfolgreich seine Abonnentenkonzerte und vielfältigen Kammermusikformate.

Auch in der begonnenen Spielzeit setzt sich die positive Resonanz des Publikums fort. So sind für Shakespeares Klassiker ROMEO UND JULIA im Schauspiel derzeit nur noch wenige Restkarten erhältlich. Im Musiktheater begeistert LA TRAVIATA und bekam großartige Kritiken. „Die Herausforderung, diese Übergangsspielzeit zu gestalten, haben wir angenommen und ich bin sehr glücklich, dass unser Programm schon zu Beginn der Saison diesen Zulauf erhält. Dieser Zuspruch erfüllt uns alle mit großer Dankbarkeit“, kommentiert Intendant Georg Rootering.

Das Mainfranken Theater erreichte mit seinen Angeboten erneut viele junge Menschen. Mit rund 27.000 entfielen rund ein Viertel der Besucherinnen und Besucher auf diese Altersgruppe.

Ein deutliches Plus an Teilnehmenden konnten hier die Angebote der Theatervermittlung und Theaterpädagogik verzeichnen. Mit knapp 9600 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ist das Interesse deutlich gestiegen. „Wir konnten in den vergangenen Jahren das Programm in der Theaterpädagogik durch vielseitige neue Angebote ausbauen. Die Zahl der Menschen, ob jung oder alt, die in der vergangenen Spielzeit mitgemacht haben, zeigen deutlich, wie groß der Bedarf ist“, so Terwey.

Knapp 6000 Studierende der Würzburger Hochschulen nutzten in der vergangenen Spielzeit das attraktive Angebot des Semestertickets, mit dem sie grundsätzlich sämtliche Angebote des Theaters nutzen können. „Der Erfolg dieses Angebotes zeigt uns, wie nachgefragt unsere Produktionen auch in der jungen Zielgruppe sind, insbesondere wenn der Zugang so leicht möglich wird. Das Semesterticket ist seit seiner Einführung im Jahr 2018 zugleich auch ein wirtschaftliches Erfolgsmodell“, ordnet Dirk Terwey die Zahlen ein. Und er verkündet gleich eine positive Nachricht: „Wir haben das Angebot Semesterticket für die Würzburger Studierenden vor wenigen Wochen in enger und vertrauensvoller Abstimmung mit dem Studierendenwerk Würzburg und der Studierendenvertretung um weitere fünf Jahre bis einschließlich der Spielezeit 2029/30 verlängern können“.
Nr. 43/2025 | 16.10.25
Eros ab dem 18. Oktober in der Blauen Halle zu erleben

Zwei Wiederaufnahmen zum Beginn der Tanzsaison des Mainfranken Theaters

WÜRZBURG, 16. Oktober − Die Tanzcompagnie des Mainfranken Theaters Würzburg
− kürzlich mit dem Theaterpreis Würzburg 2025 ausgezeichnet − eröffnet mit der Wiederaufnahme von EROS am 18. Oktober in der Blauen Halle ihre Spielzeit. Ab dem 8. November läuft TANZEN BIS IN DIE PUPPEN im Kleinen Haus, mit BRIEFE AN ... gibt es die erste Neuproduktion ab dem 31. Januar zu sehen.
EROS (WIEDERAUFNAHME AM 18. OKTOBER)

Das bekannte Prélude à l’après-midi d’un faune des impressionistischen Komponisten Claude Debussy (1862-1918), die Stimmung dieser sinfonischen Dichtung, war Inspiration und Ausgangspunkt für das zweiteilige Tanzprogramm EROS. In der griechischen Mythologie sind Eros ebenso wie Faune in Szenen von dionysischem Treiben zu finden. Der Philosoph Platon definierte Eros als Wesen zwischen Gott und Mensch, Sokrates beschrieb ihn als Bindeglied zwischen dem Sinnlichen und dem Geistigen, als Drang nach dem Schönen, Wahren und Guten. Auch Sigmund Freud verband Eros mit etwas Geistigem und wies ihn der Lebenslust zu. In diesem Sinn ist für Dominique Dumais „Kreativität der Ausdruck einer Lebenslust, die sich auf eine lebensbejahende Handlung konzentriert; das Streben, etwas zu erschaffen, wenn nicht von Schönheit, so doch von Bedeutung.“ Der polnisch-kanadische Choreograf Robert Glumbek wiederum setzt sich für den zweiten Teil des Programms mit dem scheinbar unbewussten, physischen Phänomen der Anziehungskraft auseinander. Wenngleich EROS keine einheitliche Handlung verfolgt, erzählen die unterschiedlichen Tanzszenen von Liebe, Leidenschaft und den vielseitigen Facetten menschlicher Beziehungen.

Termine: 18.10., 2.11., 14.11., 12.12., 23.12., 26.12., 9.1., 22.3.
Veranstaltungsort: Theaterfabrik Blaue Halle

TANZEN BIS IN DIE PUPPEN (WIEDERAUFNAHME AM 8. NOVEMBER)

TANZEN BIS IN DIE PUPPEN zelebriert das Tanzen ebenso wie die Musik und das Zusammenkommen. Dabei ist das Würzburger Ensemble in diesem Stück um zusätzliche Körper erweitert: zwölf einheitlich gestaltete Puppen, die verschiedene Bedeutungen annehmen können. Sie sind Tanzpartner oder Alter Ego, sie rufen Erinnerungen wach an alte Bekannte, die Familie oder einstige Geliebte. Es ist aber vor allem die Musikauswahl, die das energiegeladene Stück prägt. Kevin O’Days Playlist mit Interpreten wie Iggy Pop, James Brown, Miles Davis oder Curtis Mayfield ist verspielt humorvoll und zugleich voller Nostalgie und Pathos. Und sie tut vor allem eines: Sie regt zum Tanzen an!

Termine: 8.11., 12.11., 5.12., 19.12., 28.5., 10.7.
Veranstaltungsort: Kleines Haus

TANZ-NEUPRODUKTIONEN

BRIEFE AN ... lautet der Titel der ersten Tanzuraufführung der Spielzeit 2025/26, die ab dem 31. Januar 2026 im Kleinen Haus zu sehen sein wird. Die abendfüllende Choreographie von Ballettdirektorin Dominique Dumais setzt sich mit der Kunst des Briefeschreibens auseinander - seien es Liebesbriefe, berühmte Korrespondenzen oder das „Schreiben an sich selbst“ in Form von Tagebucheinträgen.

Der zweite Tanzabend (Premiere am 25. April 2026 in der Theaterfabrik Blaue Halle) verbindet nahezu alle Sparten des Hauses. Als gemeinsame Produktion der Tanzcompagnie, des Opernchores und des Philharmonischen Orchesters fokussiert VOX ET SPIRITUS die Stimme und den Atem. Der musikalische Bogen spannt sich von alten Choralmelodien bis in die Gegenwart und lässt das Publikum in unterschiedliche Klangwelten eintauchen. Choreographien kommen von Ballettdirektorin Dominique Dumais, dem langjährigen Mitglied des Tanzensembles Mirko Ingrao sowie von Gastchoreographin Virginie Brunelle.

Tickets für die jeweilige Vorstellung sind erhältlich über den Online-Spielplan, telefonisch unter 0931 375-375, per Mail an karten@mainfrankentheater.de oder an der Theaterkasse im Foyer des Theaterneubaus.

Pressemappe

Ihre Pressemappe wurde Ihnen per E-Mail an die angegebene Adresse zugestellt.
Alle gewünschten Downloads können Sie in der Pressemappe sammeln. Sie werden Ihnen direkt an die angegebene E-Mail Adresse geschickt.

Sie haben derzeit kein Material ausgewählt.